Wolfgang Murnberger erhält Erich-Neuberg-Preis

16. September 2003, 10:22
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Ausgezeichnet für die Tragikomödie "Brüder"

Graz - Wolfgang Murnberger heißt der Träger des diesjährigen Erich-Neuberg-Preises des ORF, der Dienstagabend erstmals im Rahmen des österreichischen Filmfestivals Diagonale in Graz verliehen wurde. Der Regisseur erhält den Preis für die Tragikomödie "Brüder". Murnberger ist damit nun schon zweimaliger Neuberg-Preisträger: 1996 erhielt er die Auszeichnung für den Film "Auf Teufel komm raus". Die nach dem Fernsehpionier Erich Neuberg benannte Auszeichnung wird seit 1980 jährlich an beachtenswerte filmische Werke, die aus dem Fernsehalltag herausragen, vergeben.

Die Jury setzte sich aus den Preisträgern der beiden vorangegangenen Jahre - Stefan Ruzowitzky ("Die Siebtelbauern", 2000) und Michael Kreihsl ("Probieren Sie's mit einem Jüngeren", 2001) zusammen. Weiters gehörte ORF-Filmchef Heinrich Mis der Jury an.

Zur Handlung

In der Tragikomödie "Brüder" geht ein ungleiches Brüdertrio auf Vatersuche. Wolfgang Böck, Erwin Steinhauer und Andreas Vitasek spielen die drei Geschwister, die nach dem Tod der Mutter erkennen müssen, dass sie keinen gemeinsamen Vater haben. Der Film, zu dem Uli Bree und Rupert Henning das Drehbuch verfassten, war 2002 im ORF zu sehen.

In der Begründung der Jury heißt es: "Der Fernsehfilm 'Brüder' zeigt uns feinsinnig geführte Protagonisten in einer originellen Geschichte, deren Wendungen bis zuletzt überraschend wirken. Ein in gutem Sinne moderner Fernsehfilm, der sich dennoch nicht geschmäcklerisch vordergründigen Moden anpasst: gute Unterhaltung ohne Anbiederung."

Preis und Wert

Eine erfreuliche Neuerung, die der Erich-Neuberg-Preis heuer erfahren hat, ist die Erhöhung der Dotierung: Diese wurde von ehemals rund 3.000 Euro auf 7.000 Euro angehoben.

Neben dem Erich-Neuberg-Preis wird vom ORF am Samstag (29. März) eine weitere Auszeichnung vergeben: Im Rahmen des Carl-Mayer-Drehbuchwettbewerbs, bei dem mit 4.000 Euro der höchst dotierte heimische Drehbuchpreis überhaupt vergeben wird, zeichnet der ORF das beste TV-Treatment aus.

Biographisches

Der im Jahr 1961 in Wiener Neustadt geborene Wolfgang Murnberger studierte an der Wiener Filmakademie bei Axel Corti. Zu seinen bisherigen Spielfilmen zählen u.a. "Himmel oder Hölle" (1990), "Ich gelobe" (1994) - die erste Arbeit für den ORF, für die Murnberger den Wiener Filmpreis bei der Viennale 1994 erhielt - und der Dokumentarfilm "attwengerfilm" (1993/94). "Auf Teufel komm raus" wurde 1996 mit dem Neuberg-Preis ausgezeichnet. Zu seinen jüngsten Filmen zählt "Komm' süßer Tod" (2000).(APA)

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