Tony Blair mit Big Brother Award ausgezeichnet

25. März 2003, 13:16
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Englische Negativpreise gingen auch an den Londoner Bürgermeister Ken Livingstone und die Vereinigung der Polizeioffiziere

Am 25. März werden in London die Big Brother Awards 2003 vergeben. Unter den Preisträgern findet sich niemand geringerer als der britische Premier Tony Blair - er wird den Preis für sein Lebenswerk erhalten.

Zahlreiche Nominierungen - fünf Preisträger

Auch heuer konnten User ihre Vorschläge für die, von der Organisation Privacy International ins Leben gerufenen, "Anti-Preise" online abgeben. Laut Angaben der Initiatoren wurden unzählige Vorschläge eingesandt. Die Jury wählte danach in den Kategorien Most Invasive Company, Most Appalling Project, Most Heinous Government Organisation, Worst Public Servant und Lifetime Menace Award die Sieger.

Tony Blair

In der Kategorie Lifetime Menace Award lautet der Gewinner Tony Blair. In ihrer Entscheidung begründet die Jury die Entscheidung mit "seinem aktiven Engagement in den Bestrebungen der Verwaltung die Bürgerrechte zu beschneiden". In der Kategorie "Most Invasive Company" wird das Unternehmen Capita geehrt. Der Softwarekonzern entwickelt die Software für die staatliche Überwachung.

Polizei und Ken Livingstone

Die Association of Chief Police Officers gewann den Award in der Kategorie "Most Heinous Government Organization" und der Londoner Bürgermeister Ken Livingstone darf sich über den Titel "Worst Public Servant", für die Installation von mehr als 700 Überwachungskameras, "freuen". Zum "Most Appalling Project" wurde die staatliche Performance and Innovation Unit gewählt, die Daten von Privatpersonen zwischen staatlichen Organisationen austauscht.(red)

  • Tony Blair, der Big Brother Award und Ken Livingstone (v.l.n.r.)
    montage: red

    Tony Blair, der Big Brother Award und Ken Livingstone (v.l.n.r.)

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