Die Frösche sind wieder unterwegs ...

25. März 2003, 11:16
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ARGE Naturschutz ruft Autofahrer zu Rücksichtnahme auf - Im Vorjahr wurden 70.000 Tiere gerettet

Mit den warmen Temperaturen erwachen Frösche, Kröten und Molche aus der Winterstarre. Einem inneren Trieb folgend wandern sie zu ihren Laichgewässern. Dabei queren sie häufig Straßen und kommen qualvoll zu Tode. Durch langsames und vorsichtiges Fahren während dieser Zeit kann man ein Massensterben von Amphibien auf den Straßen verhindern.

Seit mehr als 20 Jahren werden etwa in Kärnten im Frühjahr an Straßenabschnitten mit bekannter Amphibienwanderung Schutzzäune aufgestellt. Diese werden von Privatpersonen während der Wanderzeit von Quaxi & Co betreut. Dabei werden die Tiere durch den Schutzzaun am Überqueren der Straße gehindert und von ehrenamtlichen "Froschrettern" sicher über die Straße gebracht.

Schutzzäune

Im vergangenen Jahr konnten zur Zeit der Frühjahrswanderung in ganz Kärnten mehr als 70.000 Tiere gerettet werden. Die durchgeführten Schutzmaßnahmen der ARGE Naturschutz werden von der Europäischen Union und vom Land Kärnten kofinanziert.

Doch es bedarf nicht nur des Engagements der Naturliebhaber, sondern auch der Rücksichtnahme Aller, um das Überleben der heimischen Amphibien zu sichern. Jeder Autofahrer kann dazu beitragen, das Massensterben von Fröschen und Kröten auf unseren Straßen zu verhindern. Einerseits durch Einhalten der Geschwindigkeitsbeschränkung im Bereich von gekennzeichneten Wanderstrecken und andererseits durch das Vermeiden von unnötigen nächtlichen Autofahrten bei regnerischem Wetter.

Eklatanter Rückgang der Amphibienpopulationen

In ganz Kärnten sind zur Zeit 141 Wanderstrecken bekannt, wobei an 89 von ihnen Schutzmaßnahmen durchgeführt werden. Insgesamt sind mehr als 300 Personen an dieser Schutzaktion beteiligt, es werden auf einer Gesamtlänge von etwa 50 Kilometern Schutzzäune aufgestellt.

Aber nicht nur der Straßenverkehr, sondern auch die Veränderung der Landschaft und die Zerstörung ökologisch wertvoller und für die Amphibien überlebensnotwendiger Lebensräume wie z.B. Feuchtflächen (Moore, Teiche, Tümpel, Altarme usw.) haben zu einem eklatanten Rückgang der Amphibienpopulationen geführt. Durch Erhalt dieser Lebensräume kann man das Überleben unserer Amphibien auch für die nächsten Generationen sichern. (APA)

Weitere Informationen: ARGE Naturschutz, Tel.: 0463/329666
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    foto: der standard
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