USA streichen Hilfe für Putschregierung

3. September 2009, 21:55

Humanitäre Unterstützung ausgenommen

Washington - Die USA haben den Druck auf Honduras erhöht. Wie das US-Außenministerium am Donnerstag ankündigte, wurden große Teile der Entwicklungshilfen gestrichen. Formell wirksam wird die Aussetzung der Gelder aber erst, wenn die Absetzung des honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya offiziell als Militärputsch bezeichnet wird. Da hielt sich das Ministerium aber zurück.

Eine Summe wurde nicht genannt. Regierungskreisen zufolge soll es sich um mehr als 30 Millionen Dollar handeln. Früheren Angaben zufolge könnte es es sich auch um mehr als 200 Millionen Dollar (140 Millionen Euro) handeln.

Die Umstände, die zur Absetzung von Zelaya geführt hätten, seien kompliziert, hieß es. Zelaya war im Streit über eine zweite Amtszeit Ende Juni vom Militär außer Landes gebracht worden. Auslöser war der Streit um ein von Zelaya angesetztes Referendum zur Einsetzung einer Verfassungsgebenden Versammlung. Zelaya ist in Honduras wegen Amtsmissbrauchs und Landesverrat angeklagt.

Die USA und die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hatten die Entmachtung Zelayas wiederholt verurteilt. Die USA ließen durchblicken, dass sie unter den gegebenen Umständen die für November geplanten Wahlen nicht anerkennen würden. Nicht betroffen von den Kürzungen waren offenbar humanitäre Zuwendungen. (APA/Reuters/AP)

wider den rechten Kanaillen
01
Die Ironie, oder wieso die Putschisten und die Friedrich-Naumann-Stiftung so blöd sind:

Nachdem Zelaya seine Amtszeit nicht beendet hat, kann er wieder kandidieren.

dr. kokos
 
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10.9.2009, 12:00

im ernst? woher stammt diese info?

GG22
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Vorher werden die USA ihn beseitigen. Das weiß er auch.

Adjasadaku
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Das Kalkül der Putschisten: Sie harren aus, bis die Amtszeit von Zelaya ausläuft und setzen dann Neuwahlen an, die gefälscht werden.

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