Katalanische Gemeinde stimmte über Unabhängigkeit ab

Idee stammte von einer Bürgerinitiative - Madrid hatte Abstimmung verboten

Barcelona - Allen Protesten aus Madrid zum Trotz hat eine kleine katalanische Gemeinde unter seinen 8023 Einwohnern ein Referendum über die Loslösung von Spanien abgehalten. Die Bürger von Arenys de Munt nördlich von Barcelona waren am Sonntag aufgerufen darüber abzustimmen, ob die Region Katalonien ein unabhängiger Staat innerhalb der Europäischen Union werden soll. Die Idee zu der Abstimmung war von einer Bürgerinitiative ausgegangen. Sie wird von dem separatistischen Bürgermeister des Ortes, Carles Móra, unterstützt.

Die Zentralregierung in Madrid hatte die Abstimmung per Gerichtsentscheid verbieten lassen. Sie befürchtet, die Aktion könne angesichts der separatistischen Tendenzen in Katalonien oder dem Baskenland zu einem Präzedenzfall werden. Zudem dürfen Volksabstimmungen laut Verfassung nur vom spanischen Staat ausgerufen werden. Die Stadtverwaltung von Arenys umging das Verbot jedoch dadurch, dass sie sich selbst aus der Organisation des Referendums heraushielt. (APA/dpa)

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