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Barcelona - Allen Protesten aus Madrid zum Trotz hat eine kleine katalanische Gemeinde unter seinen 8023 Einwohnern ein Referendum über die Loslösung von Spanien abgehalten. Die Bürger von Arenys de Munt nördlich von Barcelona waren am Sonntag aufgerufen darüber abzustimmen, ob die Region Katalonien ein unabhängiger Staat innerhalb der Europäischen Union werden soll. Die Idee zu der Abstimmung war von einer Bürgerinitiative ausgegangen. Sie wird von dem separatistischen Bürgermeister des Ortes, Carles Móra, unterstützt.
Die Zentralregierung in Madrid hatte die Abstimmung per Gerichtsentscheid verbieten lassen. Sie befürchtet, die Aktion könne angesichts der separatistischen Tendenzen in Katalonien oder dem Baskenland zu einem Präzedenzfall werden. Zudem dürfen Volksabstimmungen laut Verfassung nur vom spanischen Staat ausgerufen werden. Die Stadtverwaltung von Arenys umging das Verbot jedoch dadurch, dass sie sich selbst aus der Organisation des Referendums heraushielt. (APA/dpa)
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Kein Staat ist "unabhängig". Dazu ist die EU zu fest verwachsen. Was soll also eine "Unabhängigkeit" bringen ? Neue Grenzen ? Eine neue Währung ?? Und wenn nicht, gibt es dann Krieg ???
In einem Europa dass zusammenwächst kann es doch nicht sein, dass ein Dorf oder ein Ganzes Volk in sinnlosem Nationalstolz um hundet Jahre zurückrudert !
Es gibt Grenzen der Vernunft ! Wo soll das Ganze noch enden ? In einem unabhängigen Staat Ottakring ?
Es sollte sich mittlerweile bis zu den letzten Provinzlern durchgesprochen haben, dass dies alles nur wishfull thinking bedeuten kann, da die EU schon des öfteren darauf verwiesen hat, dass Sezessionen im Rahmen der EU ausgeschlossen sind, in anderen Worten, bei unilateraler Unabhängigkeitserklärung hiesse es sich hinter der Türkei als Bewerber für ein zukünftiges neues Mitglied der EU anzustellen. Und ehrlich gesagt, für so blöd halte ich nicht einmal die dümmsten dieser bedauerlichen Regionalpolitiker.
denn es gab niemals so etwas wie eine spanische "nation" genausowenig wie eine deutsche oder eine italienische usw.
es handelt sich hier lediglich in allen genannten und vielen weiteren um politisch und historisch völlig zusammengewürfelte regionen.
und da wir nun die EU haben sind nationalstaaten völlig obsolet. nationen sind gefährliche hirngespinste.
regionen aber etwas sehr reales identitätsstiftendes und automatisch ... antirassistisches und antinationalistisches. per definition.
die EU wird der schirm .. und darunter finden sich die regionen.
historisch-politisch gesehen wesentlich wertvoller und ungefährlicher als die jetzige situation.
Mehr als 500 Jahre, gehn's machen' sich doch nicht lächerlich. Lernen's lieber Geschichte und heben' sich diesen Stuss für die Runde mit ihren Feunden im Stammbeisl auf.
Das ist das Mythos des spanischen Nationalismus, demzufolge unter den Katholischen Königen die politische Einheit vollzogen wurde. In Wahrheit bestanden bis zum spanischen Erbfolgekrieg verschiedene Rechts-, Steuer- und Währungssysteme, und so musste z.B. der König (der übrigens nicht König von Spanien, sondern König von Kastilien, König von Aragonien, König von València, Graf von Barcelona usw. war) einen Schwur auf die einzelnen Rechte der verschiedenen Gebiete ablegen. Erst unter Philipp V. wurde alles Recht dem kastilischen gleichgeschaltet, und erst Karl III. nannte sich "König von Spanien".
Konkret war es das Geschlecht der Grafen von Barcelona, die durch Heirat den Titel König von Aragonien erlangten. De facto war das "Königreich Aragonien" eine Konföderation, mit den Königreichen Aragonien, València, Mallorca, Sizilien und Neapel und den Grafschaften Barcelona, Urgell, Cerdanya, Pallars, Ribagorça, Besalú u.a., die durch Heirat und Erbschaft schließlich an den Grafen von Barcelona fielen. Politisches Zentrum dieses Staatsgebildes war übrigens Barcelona.
nationalstaatlicher zentrismus ist auch in spanien relativ neu .. also empfehle ich vielmehr ihnen die vorurteilsfreie betrachtung der geschichte.
"nation" ist nichts unteilbares oder natürliches, sondern etwas erfundenes.
Ich habe vor, Spanisch zu lernen, und man hört ja, dass die in Katalonien immer mehr versuchen, das (kastillische) Spanisch zurückzudrängen. 'Darf' man in Barcelona eigentlich noch was auf Spanisch bestellen, auf Spanisch nach dem Weg fragen ect. oder wird man dann gleich ganz böse angeguckt?
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