Vaio-Notebooks werden auch 3D-fähig - Inhalte als Basis für den Massenmarkt
Sony kündigte vor dem Auftakt der Freitag beginnenden IFA (Internationale Funkausstellung) an, dass der japanische Unterhaltungsriese bereits Ende 2010 dreidimensionales Fernsehen auf LCD-Basis anbieten wird. Sony war aufgrund seiner großen Tradition in der Herstellung von Bildröhren vor einigen Jahren nur zögerlich auf den LCD-Zug aufgesprungen; der TV-Bereich ist seit fünf Jahren defizitär. Jetzt ist Sony offenbar entschlossen, an vorderster Stelle der weiteren Entwicklung mitzumischen, obwohl das Unternehmen einen harten Sparkurs eingeschlagen hat.
Sony zeigte seine 3-D-Technologie für Flachbildfernseher bereits Anfang des Jahres bei der Elektronikmesse CES in Las Vegas, nannte damals jedoch keinen Termin für die Markteinführung. Auch Konkurrenten wie Samsung, LG und Panasonic haben 3-D-Produkte angekündigt. Sony will auch einen Teil seiner Vaio-Notebooks, die Playstation 3 (PS3) und seine Blu-Ray-Player 3D-fähig machen.
Inhalte
Wie schon bei der Einführung hochauflösender TV-Standards wird der Erfolg der 3D-Technologie davon abhängen, dass auch entsprechende 3D-Filme angeboten werden. Sony hat gute Voraussetzungen, dies zu forcieren: durch sein eigenes Filmstudio sowie durch die Produktion dreidimensional dargestellter Spiele für die PS3. Spiele und Trickfilme bieten sich für 3D in der Anfangsphase stärker als Spielfilme an; unter anderem produziert Dreamworks Animation seit 2009 alle seine Titel in 3D-Technologie, auch wenn sie derzeit meist nur zweidimensional wiedergegeben werden. Der britische Pay-TV-Anbieter BSkyB kündigte die Einführung eines 3D-Satellitenkanals für 2010 an.
Konventionell
Einstweilen ist aber das diesjährige Sony-Angebot auf der IFA konventioneller als die kommende 3D-Technik. Bravia, Sonys Fernsehmarke, integriert jetzt alle Arten von hochauflösenden HD-Tunern im Gerät, von terrestrischem Digital-TV (DVB-T) über digitales Kabel (DVB-C) bis zum digitalen Satellit (DVB-S2). Der praktische Nutzen: Zusätzliche Kasterln (Settop-Boxen oder Satelliten-Receiver) können aus dem Wohnzimmer verschwinden. Die neue Technik ist in unterschiedlich großen TV-Geräten verfügbar, auch für die 200-Hertz-Schirme (die höhere Frequenz verringert bei raschen Bewegungen verschwommene Bilder).
Wie andere Hersteller auch weitet Sony seine Angebote an Blu-Ray-Heimkino-Systemen stark aus und integriert die junge BD-Live-Technologie. Trailer, Dokus zu Filmen, Spiele können übers Internet heruntergeladen werden. (spu, DER STANDARD/Printausgabe, 3.9.2009)