Asiatische Entwicklungsbank erstellt Prognosen über verminderte Ernteerträge bei den wichtigsten Getreidesorten
Manila - Von Ernteausfällen und Hungersnöten in Folge des globalen Klimawandels wären in Asien 1,6 Milliarden Menschen betroffen - fast ein Viertel der Weltbevölkerung: Darauf verwies die Asiatische Entwicklungsbank ADB nach Sichtung der vorläufigen Ergebnisse einer vor ihr in Auftrag gegebenen Studie. Afghanistan, Bangladesch, Indien und Nepal seien besonders gefährdet durch klimabedingte Überschwemmungen, Dürren und unzuverlässige Regenfälle.
"Südasien ist beim Klimawandel besonders anfällig, und dies hat ernsthafte Folgen für die Landwirtschaft und Nahrungsmittelsicherheit", sagte Kunio Senga, ADB-Südasien-Direktor, am Sitz der Bank in Manila auf den Philippinen.
Wenn die derzeitigen Klimatrends mit Erwärmung der Atmosphäre und ausbleibenden Regenfällen sich bis 2050 fortsetzen, dürfte in Südasien 17 Prozent weniger Mais geerntet werden, zwölf Prozent weniger Weizen und zehn Prozent weniger Reis. Die Studie erstellte das International Food Policy Research Institute (IFPRI). Es fordert unter anderem Investitionen in Wassermanagement und Agrarforschung. (APA/red)