1,6 Milliarden Menschen droht der Hunger

4. September 2009, 18:42

Asiatische Entwicklungsbank erstellt Prognosen über verminderte Ernteerträge bei den wichtigsten Getreidesorten

Manila - Von Ernteausfällen und Hungersnöten in Folge des globalen Klimawandels wären in Asien 1,6 Milliarden Menschen betroffen - fast ein Viertel der Weltbevölkerung: Darauf verwies die Asiatische Entwicklungsbank ADB nach Sichtung der vorläufigen Ergebnisse einer vor ihr in Auftrag gegebenen Studie. Afghanistan, Bangladesch, Indien und Nepal seien besonders gefährdet durch klimabedingte Überschwemmungen, Dürren und unzuverlässige Regenfälle.

"Südasien ist beim Klimawandel besonders anfällig, und dies hat ernsthafte Folgen für die Landwirtschaft und Nahrungsmittelsicherheit", sagte Kunio Senga, ADB-Südasien-Direktor, am Sitz der Bank in Manila auf den Philippinen.

Wenn die derzeitigen Klimatrends mit Erwärmung der Atmosphäre und ausbleibenden Regenfällen sich bis 2050 fortsetzen, dürfte in Südasien 17 Prozent weniger Mais geerntet werden, zwölf Prozent weniger Weizen und zehn Prozent weniger Reis. Die Studie erstellte das International Food Policy Research Institute (IFPRI). Es fordert unter anderem Investitionen in Wassermanagement und Agrarforschung. (APA/red)


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IFPRI

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greenling
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http://www.spiegel.de/wissensch... 91,00.html

hier noch ein artikel für die zweifler!

nukularteilchen
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Verhütungsmittel und Aufklärung würden helfen.
Lieber lassen die Religionen aber Ihre Gläubigen verrecken als den Verstand zu benutzen.

I bis
11

Verhütungsmittel?!?

Gibt´s jetzt schon Kondome für den Autoauspuff, oder gar solche, die man über die Kamine von Kohlekraftwerke ziehen kann?

Suppentrulli
00

Anders als beispielsweise bei der Schweinegrippe sind hier keine reichen Industrieländer betroffen. Also interessiert das auch niemanden.

wuzzelbaer
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Das IFPRI


forderte INVESTITIONEN in Wassermanagement und Agrarforschung. Das ist die wichtigeste Botschaft der Studie.
Die krisen- und katastrophengeilen Poster übersehen das.
Was die Erderwärmung betrifft ist ihr Verlauf bis 2050 gegessen. Heute getroffene Maßmnahmen wirken sich frühestens nach 2050 aus.

Zenon
00

Äh... Maßnahmen werden frühestens 2050 getroffen?

wuzzelbaer
00
Mit Maßnehmen gegen Global Warming


muß natürlich schonn jetzt angefangen werden.
Aber der Temperaturanstieg bis 2050 ist mikt ihnen nicht mehr essenziell beeinflussbar.
Zum Glück liegt die Erwärmung bis dahin deutlich unter 2 Grad, und es werden bis noch keine Tipping Points erreicht. Klimabedingte Veränderungen im Agrargefüge sind bis dahin also noch bewältigbar.

Zenon
00

"Zum Glück liegt die Erwärmung bis dahin deutlich unter 2 Grad"

Hm.. ich glaub, ich weiß warum wir uns nicht verstehen. Es gibt eine Verwirrung über die Temperatur und die Zeitableitung der Temperatur.

Für mich bedeutet "Erwärmung", dass die Temperatur STEIGT, nicht, dass sie höher liegt.

Eine "Erwärmung um 2 Grad" gibt es in meiner Sprache nicht. Es müsste 2K/100a oder so sein.

Sie meinen mit "Erwärmung" offenbar das Delta-T. Die Differenz der Durschnittstemperatur zu einem Referenzwert.

Deshalb sagen Sie, völlig korrekt, dass Maßnahmen, die jetzt gesetzt werden, die "Erwärmung" (Delta-T) nicht sofort reduzieren. Ich sage, dass die Maßnahmen aber auch über kurze Zeiträume dT/dt beeinflussen.

Zenon
00

Ich komm da nicht mit.
Was verstehen Sie unter Maßnahmen?
Warum sollten diese nach 2050 plötzlich zu wirken beginnen?

Wenn wir heute die CO2-Emissionen stoppen, wird die Situation auf heutigem Niveau bleiben (über längere Zeit).

Natürlich tut das niemand. Wenn die im Fernsehen sagen, dass bis zum Jahr X die Emissionen zu halbieren sind, bedeutet das, dass AB dem Jahr X die Emissionen die Hälfte sind. Bis dahin passiert so gut wie NICHTS.

Dass sich das Klima durch Versprechungen nicht beeindrucken lässt, glaube ich gern!

wuzzelbaer
03
Herr Zenon,


sind Sie mit den elementaren Grundbegriffen der Klimaforschung und -prognostik zumindest ansatzweise vertraut? Ich habe nicht den Eindruck. Sonst würden Sie wissen, dass z.B. die Ozeane die aufgenommene Energie VERZÖGERT abgeben. Und bei den vom Menschen verursachten Emissionen gibt es einen Bremsweg wie beim Anhalten eines Kraftfahrzeugs. Von heute auf morgen die Emissionen zu stoppen ist unmöglich, riesige Investitionen sind da nötig, die erst nach und nach ihre Wirkung entfalten. Bis 2030 steigt die globele Mitteltemperatur um 0,35 Grad und auch danach wird sie noch ansteigen, mit einer Beeinflussbarkeit von nur wenigen Zehntelgrad.
Wäre die Erderwärmung so schnell stoppbar, bestünde ja jetzt kein so dringlicher Handlungsbedarf!

Zenon
00

Nein mit der Klimaprognostik bin ich nicht vertraut. Vom Klima verstehe ich ein bisserl was.

Dass Menschen mit Verzögerung reagieren können, Sie nicht dem Klima in die Schuhe schieben.

Wenn Sie unter Maßnahme verstehen, eine Klimakonferenz abzuhalten, dann ist klar, dass diese Maßnahme erst nach langer Zeit etwas bringt.

Mir ist auch klar, dass es selbst beim einem kompletten Stopp der CO2-Emissionen Jahrhunderte dauern kann, bis sich die Lage "normalisiert", wenn das überhaupt passiert.

Andererseits ist es so, dass eine weitere Emission von CO2 ab SOFORT (und über Jahrhunderte) schädlich ist!

Dass die globale Temperatur bis 2030 um 0,35 K steigen wird, glaube ich auch gern. Aber nur, wenn wir weiter CO2 emittieren.

Herr Störfischer
00
25.9.2009, 09:10
Das Kind hat schon einen Namen

Es heisst "2k Leitplanke" und meint, wir müssten bis 2020 um 30% reduzieren und dann bis 2050 um gesamt 80%" Das wäre das notwendige Ziel für Kopenhagen. Das wäre dann zum Beispiel das 1l Auto für die Automobilgesellschaft. Es sieht aslo so aus, als ob wir noch etwas mehr umbauen müssen als ein Öko Pickerl aufs Auto zu kleben.

wuzzelbaer
00
Auch das Klima

heizt sich selbst dann noch weiter auf wenn es ab sofort keine Emissionen von Kohlenstoff mehr gibt. Verzögwerte Reaktion der Ozeane!

Und ich mache Sie auf noch etwas aufmerksam: Die ökologischen Schäden sind nicht geringer, wenn die Menschheit von heute auf morgen keine Kohle, kein Öl und kein Gas mehr verbrennt und kein Fleisch mehr isst. In einem solchen Fall wären nämlich die Wälder an der Reihe mit dem vollständigen Verschwinden, denn von irgenwoher muß dedr Menasch Energie beziehen. Von Luft und Liebe leben kann er nicht leben. Denken Sie in diesem Zusammenhang daran, was mit den Wäldern in Äthiopien passiert ist!

FloW ERlebnis
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Und dazu dann: "Internationaler Klassenkrieg"


"Die Europäische Union plant eine Ausweitung militärischer Sperr- und Kampfoperationen zur Abschottung Europas gegen Armutsflüchtlinge aus dem Süden. Dies geht aus einer aktuellen Studie des offiziellen außen- und sicherheitspolitischen Think-Tanks der EU ("EU Institute for Security Studies", EUISS) hervor. Demnach müsse zur Stabilisierung der "globalen Klassengesellschaft" das "gesamte Spektrum hoch intensiver Kampfmaßnahmen" zur Anwendung kommen."

http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57603

Wie Eric Hobsbawm meinte: Es gibt keinen Anlass zur Hoffnung dass das 21. Jahrhundert weniger grausam wird als das 20.
Der totalitäre Kapitalismus wird wohl noch rücksichtsloser und mörderischer mit den Armen umgehen als schon bisher!

Zenon
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Bei aller Kritik am Kapitalismus. Erklären Sie mir bitte, warum der Kapitalismus an der hohen Geburtenrate im Süden schuld sei. (Bitte diese Frage ernst nehmen.)

FloW ERlebnis
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Es geht nicht in erster Linie um die hohe Geburtenrate


Auch wenn diese jetzt schon ein großes Problem darstellt.

Worum es geht, ist die Tatsache dass es ohne fairen Welthandel und ausbeuterischem Verhalten einfach keine Entwicklungsmöglichkeiten gibt für die ärmsten Gebiete.

Ohne Entwicklungsmöglichkeiten keine Bildung - ohne Bildung keine Entwicklungsmöglichkeiten und keine Eindämmung der Geburtenraten - steigender Migrationsdruck - erhöhte militärische Abwehrbestrebungen.

wuzzelbaer
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Das Unglück der Linken


sind solche Unheilspropheten wie Hobsbawm.

Mit ihren fortschritts- und kulturpessimistischen Botschaften legen sie der politischen Rechten und den Neoliberalen die Bälle am Elfmeterpunkt auf.

Brücke
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Na bravo -
Jetzt muß der Klimawandel
für eine radikal kapitalorientierte Politik und ihre Folgen herhalten .

wuzzelbaer
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Marx


hat diese "radikal kapitalorientierte Politik" stets als in bestimmten historischen Phasen NOTWENDIG angesehen.
Das übersehen die schreierischen Kapitalismuskritiker, von denen viele sich als Marxisten fühlen.

der bunte faschist
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wenn sie knapp vorm verhungern

sich alle gegenseitig wegputzen, dann schlagen wir 2 fliegen mit einer klatsche!

so oder so ähnlich werden sich das die neoliberalisten wohl denken, die diese welt gallopierend ins unglück reiten ...

so oder so (oder so ähnlich)
 
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Na, na. Systeminduzierte Hungerkatastrophen waren aber bisher so gut wie ausschließlich ein Monopol planwirtschaftlicher Systeme.

Zenon
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Ernteausfälle können ALLE treffen.

Was wurde aus der sogenannten Überproduktion, über die in den 80ern alle geklagt haben?

Heute fressen nicht die Reichen den Armen etwas weg, sondern Autos fressen Biosprit. Das ist eine neue Kategorie. Im 20. Jahrhundert haben Menschen auf dem Arbeitsmarkt mit Maschinen konkurriert. Jetzt konkurrieren wir auch um die Lebensmittel. Noch(!) sind Menschen effizienter.

wuzzelbaer
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Die Biopspritkritik


ist eine gemachte Hysterie. Sie dient den Interessen der Ölförderer.
Die Entwicklung der Biotreibstoffe der 2. Generation schreitet rasant voran. Sie werden dort angebaut werden können, wo Nahrungsmittel nicht wachsen können.

Zenon
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Ja. Wir könnten die Regenwälder zu Biosprit verarbeiten und gleich wieder aufforsten. Dabei wird keine Anbaufläche für Lebensmittel vergeudet.
Außerdem könnte man aus den Bäumen Eiweiß extrahieren und damit Nutztiere füttern. Wenn nicht diese verdammten Umweltschützer wären.

Da scheint mir das mit den Algen (1. Generation, da Öl und nicht Zellulose) ja noch realistischer.

wuzzelbaer
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Informieren Sie sich, bevor sie


Unsinn quatschen. Wer redet von der Verarbeitung der Regenwälder zu Biosprit?

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