Das Handy beim Radfahren laden

2. September 2009, 09:52
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Kuhn stellt Ladevorrichtung für Trekking begeisterte Mobiltelefonierer vor

Der Elektronikspezialist Kuhn elektronik hat mit dem KE Charger eine Technik entwickelt, die es Radfahrern erlaubt, ihr Mobiltelefone unterwegs aufzuladen. Die Ladevorrichtung verfügt über die komplette Anschlusstechnik, sodass für eine Stromversorgung während des Radfahrens nur der Anschluss an den Dynamo des Fahrrads notwendig ist. "Auf diese Weise wird ausreichend Strom produziert, um den Betrieb des Mobiltelefons während der gesamten Tour aufrechtzuerhalten", sagt Thomas Kuhn, Geschäftsführer von Kuhn elektronik. Ohne Stromversorgung sei ein durchschnittlicher Handyakku jedoch bei Betrieb einer Navigationsfunktion in wenigen Stunden leer.

Nabendynamo

"Ein Nabendynamo liefert bei hohen Geschwindigkeiten allerdings Wechselstrom mit einer Spannung von bis zu 70 Volt, eine Belastung, der eine Ladevorrichtung erst einmal gewachsen sein muss", so Kuhn. Durch entsprechende Verarbeitung würde der KE Charger Aufladungen bei einer Geschwindigkeit von zehn bis 80 Stundenkilometern ermöglichen. Die Vorrichtung wird einfach am Rahmen des Fahrrads befestigt. Dem sich in einer Halterung befindlichen Mobiltelefon kann sodann ohne separates Ladekabel Strom zugeführt werden. "Ein gleichzeitiger Betrieb einer Fahrradlampe ist während des Aufladens jedoch aus technischen Gründen nicht möglich. Wird eine Lampe über den Dynamo mit Strom versorgt, wird der Ladevorgang automatisch unterbrochen", meint Kuhn.

Vorteile

Die Entwicklung des Unternehmens aus Schwanstetten hat jedoch zahlreiche Vorteile. Hochwertige Räder wie etwa Trekkingbikes sind in der Regel mit modernen Nabendynamos und nicht mehr mit Seitenläuferdynamos ausgestattet. Dadurch treten mittlerweile deutlich weniger Reibungsverluste auf. Alternative Stromversorgung über ein Solarpanel funktioniert zudem nur bei Schönwetter. Außerdem erreichten die in Frage kommenden Panele nicht den nötigen Wirkungsgrad, um Mobiltelefone komplett versorgen zu können. Der KE Charger wird darüber hinaus speziell für den jeweiligen Handytyp, gegebenenfalls auf Anfrage, angefertigt. So lassen sich Mobiltelefone von Nokia, HTC, Palm, Samsung, Sony Ericsson, iPhone und BlackBerry mit Kuhns Entwicklung aufladen. "Wir liefern für jedes Endgerät ein eigenes Produkt aus. Unsere Technik muss einfach zu montieren und wasserfest sein, was die Verwendung von Adapterkabeln als potenzieller Schwachstelle ausschließt", so Kuhn weiter.

Handyhalterung

Auch Kuhns zweites Vorzeigeprodukt Navicase, eine strapazierfähige Handyhalterung zum Schutz vor Regen und Staub, funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Auch hier wird die Stromzuführung einfach an den Nabendynamo angeschlossen und das Handy mit dem Ladekabel im Innern. Kuhn stellt Anschlüsse für die Modelle aller wichtigen Hersteller bereit. Die Telefone werden beispielsweise über Mini-USB- oder 2-mm-Anschlüsse aufgeladen. Lediglich das iPhone kann aufgrund seiner Abmessungen nicht mit dem Navicase geschützt und geladen werden.

Die Umwandlung von kinetischer in elektrische Energie scheint in der Mobilfunktechnik voll im Trend zu liegen. So wird laut einem Bericht des Magazins Ecofriend zur Folge auch schon versucht, Handyladegeräte in Schuhen zu integrieren, um Akkus Schritt für Schritt mit Strom zu versorgen. (pte)

aenema_lateralis
 
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feine sache...

...das schnall ich auf cancellara´s radl
und schon kann mir die herr der ringe trilogie
auf full hd mit sattem dolby sound zu gemüte führen.

...ob ers merkt wenn ich ihm noch einen anhänger ankupple und mich reinsetz? radfahrender weise wirds schwer für mich sonst...:)

match box
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Gabs schon in der C't

als Projekt zum selber bauen. Sah von den Dimensionen sehr ähnlich aus.

Zum Runterladen (kostenpflichtig):
http://www.heise.de/kiosk/arc... /190_kiosk

Mawol
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"für jedes Endgerät ein eigenes Produkt"

Meines Wissens wurde ja von den großen Herstellern auf Druck der EU bereits für 2010 das Einheitsladegerät mit Micro-USB-Steckers beschlossen. Dann wird das interessant.

Und zum Thema "... muss wasserfest sein, was die Verwendung von Adapterkabeln als potenzieller Schwachstelle ausschließt": Was ist mit dem Stecker zum Handy selbst? Der is ja auch nicht wasserfest und somit "potenzielle Schwachstelle"

Monopoly mit Hut
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Ich glaube, damit ist eher gemeint, dass keine Buchsen freiliegen sollten, wenn das Rad abgestellt ist und es regnet.

Während es regnet werden wohl nur sehr wenige mit dem Rad fahren UND ihr Handy dem Regen aussetzen wollen.

Was ich aber trotzdem nicht verstehe, wo hier das Problem sein soll. Man kann USB-Buchsen auch abdecken und bei Nichtbenutzung wasserdicht machen. Manche GPS-Geräte von Garmin haben mehrere Anschlussbuchsen (Antenne, USB, Strom) und sind trotzdem wasserdicht.

Mir wäre ein Nabendynamo mit Pufferspeicher und USB-Buchse, ehrlich gesagt, lieber. Die ganze Ladeeinheit speist den Puffer, aus dem Licht und GPS ihren Strom entnehmen. Dann würde das Licht auch im Stand brennen UND man könnte in der Nacht navigieren.

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