Bei einer Konferenz in London 2010 dürfen 1.500 junge Menschen mit Kofi Annan oder Bob Geldof Lösungen für globale Krisen erarbeiten
Wien - Albert Essenther möchte die Welt retten. Nicht allein. Mit anderen. Eigentlich sucht er jemanden, der die Welt für ihn rettet. Aus Österreich sollen drei junge Menschen zwischen 25 und 27 Jahren im Februar 2010 mit Kofi Annan, Desmond Tutu oder Bob Geldof an einer internationalen Konferenz in London teilnehmen und dort einmal ganz grundsätzlich die großen Probleme der Welt ansprechen. Hunger. Bildung. Umweltschutz. Globale Politik. Um Kosten und Sponsoren kümmert sich Essenther, Chef der Werbeagentur Euro RSCG. Insgesamt 1500 engagierte junge Menschen aus der ganzen Welt sollen an dieser Konferenz teilnehmen. Damit soll ein Prozess in Gang gesetzt werden, der letztlich global wirkt. Die Konferenz in London ist bloß die Kickoff-Veranstaltung.
"Wir suchen Leute, die das Gefühl haben, dass sich die Welt nicht in die richtige Richtung dreht, sondern in die richtige Richtung gedreht werden muss", meint Essenther. "Wir, also meine Generation, werden die Probleme, die wir selbst erschaffen haben, nicht mehr lösen können. Aber die, die heute um die 25 sind, sollen Keimzellen werden, um die großen Problemfelder einmal aufzudröseln und Lösungsansätze zu erarbeiten."
Das Anforderungsprofil ist bewusst sehr offen gehalten: "Das können Studenten sein oder Juristen, engagierte Leute, die bei NGOs arbeiten, Marketing-Experten oder wer auch immer", sagt Essenther, der für die Initiatoren den Österreich-Part übernommen hat. "Wichtig ist: Es sollen Leute sein, die sich der Sache annehmen wollen." Gefragt sind Teamfähigkeit wie Leadership.
Die Initiative nennt sich "one young world" und steht unter dem Motto "25 today, leading the world tomorrow". Alle Fakten sowie die Bewerbungsunterlagen sind im Internet zu finden, alle bisherigen Kandidaten präsentieren sich auch auf Facebook. Zahlreiche Prominente haben bereits ihre Unterstützung zugesagt, etliche von ihnen werden an der Eröffnungskonferenz in London teilnehmen, sie wollen die jungen Teilnehmer anleiten. (Michael Völker, DER STANDARD-Printausgabe, 2.9.2009)
Info
Drei österreichische TeilnehmerInnen zwischen 25 und 27 haben nächstes Jahr die Chance, die großen Akteure der Weltpolitik einmal persönlich kennenzulernen und über Probleme und Herausforderungen zu debattieren. Die Kosten der Reise werden komplett übernommen.
http://www.oneyoungworld.com