OECD-Kinderbericht

Armut, Alk und Alphabet

01. September 2009 20:07
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    Foto: standard/newald

    Österreichs Kindern geht es laut OECD finanziell gut. Die heimische Jugend geht aber öfter Risiken ein: 27 Prozent der unter 15-Jährigen rauchen regelmäßig - deutlich mehr als im OECD-Schnitt

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Die meisten armen Kinder leben in der Türkei - Österreichs Jugend zeigt hohe Selbstmord- und Raucherraten

Berlin/Wien - Fast jedes vierte Kind in der Türkei lebt in Armut. Die Kinderarmut ist dort neunmal größer als in Dänemark. Damit führt die Türkei die OECD-weite Statistik zur Kinder-Armut an, gefolgt von Mexiko (22,2 Prozent) und Polen (21,5 Prozent). Österreich findet sich mit 6,2 Prozent in relativer Armut lebenden Kindern an fünftletzter Stelle (siehe Grafik), deutlich unter dem OECD-Schnitt. Das geht aus dem Ersten Kinderbericht der OECD hervor, der am Dienstag in Berlin präsentiert wurde. 

Unterschiedlich gesund

Auf 192 Seiten wird darin die Situation der jüngsten Bewohner der OECD-Länder dargelegt. Fokussiert wurde dabei auf das materielle Wohlbefinden, das Zuhause und die Umgebung, Erziehung, Gesundheit und Sicherheit, Risikoverhalten und die Qualität der Schulerziehung. Die größten Unterschiede zwischen den OECD-Ländern offenbaren sich in den Bereichen Gesundheit und Sicherheit.

Keines der Länder hat ausnahmslos in allen Bereichen gut abgeschnitten; besonders schlecht waren die Ergebnisse Mexikos und der Türkei. Die Daten zeigen, dass Buben im Schnitt in schlechteren Lebenssituationen leben als Mädchen. Auffällig ist beispielsweise, dass deutlich mehr Buben sich das Leben nehmen. In Österreich, dessen Sterblichkeitsrate bei den Null- bis 19-Jährigen im Durchschnitt liegt, begehen verhältnismäßig viele männliche 15- bis 19-Jährige Selbstmord. Nur in Neuseeland, Island und Finnland ist die Suizidrate noch höher.

Ungleiche Chancen

Zwar gibt Österreich mehr Geld für Kinder und Jugendliche aus als die meisten OECD-Länder und etwa 40 Prozent der öffentlichen Mittel für Kinder werden direkt an die Eltern ausbezahlt. Die erbrachten Leistungen österreichischer Schüler liegen trotzdem nur im Durchschnitt. Und in Sachen Chancengleichheit schneidet Österreich im OECD-Vergleich eher schlecht ab. Die Leistungsunterschiede zwischen schwachen und starken Schülern sind hierzulande vergleichsweise groß, beispielsweise in der Lesekompetenz.

Negativ sticht Österreichs Jugend auch im Risikoverhalten hervor, was sich beispielsweise beim Rauchen zeigt: So liegt der Anteil der unter 15-jährigen regelmäßigen Raucher mit 27 Prozent um mehr als ein Drittel über dem OECD-Schnitt. Auch Alkoholkonsum ist hierzulande weit verbreitet: 22,7 Prozent der 13- bis 15-Jährigen berichten, dass sie schon zweimal betrunken waren. Im OECD-Schnitt hat knapp jedes fünfte Kind dieser Altersgruppe schon zwei Räusche gehabt. Auch Mobbing scheint in Österreich ein größeres Thema zu sein, als im OECD-Schnitt, wo elf Prozent der Schüler angeben, Erfahrungen damit gemacht zu haben. Hierzulande sind es 16 Prozent. Trotzdem geht mehr als ein Drittel der Schüler nach eigenen Angaben gern zur Schule. Im OECD-Schnitt gibt das nur gut jeder Vierte an. (Gudrun Springer, DER STANDARD Printausgabe, 2.9.2009)

Kommentar posten
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krisenstimmung
Stefanie Klamuth
02.09.2009 19:03

todesstrafe und gebärverbot für raucher und untere soziale schichten?!

einige der nachstehenden postings sind einfach nur lächerlich!

meine eltern rauchen nicht - ich schon.
die eltern einer freundin rauchen - sie nicht. gerade WEIL ihre eltern rauchen und sie das immer schon schrecklich fand...

verallgemeinerungen sind also sehr daneben!
ich trage als elternteil verantwortung für meinen nachwuchs - ob ich rauche oder nicht, ist hierbei nicht das problem, sondern wie ich damit umgehe und welches bild ich vermittle.

raucher sind nicht automatisch schlechtere menschen oder gar unfähig ein kind zu erziehen ;-)

Kathi Sch
03.09.2009 15:56
..ich rauch zwar nimmer...

...allerdings find ich diesen Tamtam der hier veranstaltet wird lächerlich...

Wenn jemand rauchen will tut ers, und wenn nicht dann nicht - und KEINE Schwangere in Österreich MUSS in einem "verrauchtem Raum" arbeiten..da gibt es dann doch einige Auflagen, gegen die man auch klagen kann..


Abgesehn davon...schön darf ich im Lokal nicht mehr rauchen, aber worüber regen sich dann die jeweiligen Leute auf? Vegetarier? Veganer? kommt es dann zu einem EU-Weiten Gemüse-Allein-Verbot????

karllinz
 
03.09.2009 04:22
schrecklich...

da gebe ich Ihnen Recht - Rauchen ist schrecklich...

karllinz
 
02.09.2009 13:27
der Apfel fällt nicht weit...

Nach wie vor gibt es in Österreich kein Betretungsverbot für Kinder in Raucherlokalen - nach wie vor müssen Schwangere in verrauchten Räumen arbeiten - nach wie vor rauchen junge Mütter neben ihren Kleinkindern...sie wachsen in diesem Milieu auf, werden von Papa, Mama und der Tan`t eingenebelt - für die ist das ganz normal...

baal der asoziale
02.09.2009 13:53

Nach wie vor gibt es ein bisschen sogenannter Freiheit in Österreich.
Nach wie vor gibt es ein wenig Selbstbestimmung und etwas Eigenverantwortung in dieser seltsamen Alpenrepublik.
Aber keine Angst, solche Leute wie sie sorgen schon dafür, dass dies nicht mehr lange so sein wird...
;-)_§

Hans Salmutter
02.09.2009 19:54
Nachdem - nomen est omen-

leute wie Sie nicht nur den klassischen Branntweiner sondern auch Einkaufszentren als Raucherlokale ansehen wird es doch wohl legitim sein, sich gegen diese Intoleranz zu wehren!

Und am 2012 könnt ihr eure Raucherparties zu Hause veranstalten.

baal der asoziale
02.09.2009 23:01

Was meinen "nomen" betrifft, so leitet er sich von einem Theaterstück B. Brechts ab. Aber Dank ihrer Unbildung sei ihnen diese Unkenntnis verziehen.

Was die, stets von ihnen erwähnten, Einkaufszentren betrifft, ist zu erwähnen, dass ich solche Konsumtempel nicht mal betrete, also komme ich gar nicht in die Verlegenheit, dort zu rauchen.
;-)_§

Franz Bim
 
02.09.2009 17:51
Freiheit

Die Freiheit des einen hört dort auf, wo die Freiheit des nächsten beeinträchtigt wird. Das Rauchen in Räumen, in denen sich auch Nichtraucher befinden, ist dementsprechend keine Freiheit, sondern eine Frechheit.

baroli
03.09.2009 07:39

Bim,Bim ?

baal der asoziale
02.09.2009 17:54

Es steht ihnen frei, sich nicht dort aufzuhalten, wo geraucht wird!
;-)_§

als ob
03.09.2009 09:30
welch wahre floskel

als ob
02.09.2009 19:03
welch billig replik

baal der asoziale
02.09.2009 23:06

Die Wahrheit muss nicht teuer sein...
;-)_§

Mathias
 
02.09.2009 16:06
Eigenverantwortung

Jedoch nur soweit, bis daraus Krankheiten resultieren. Dann darf wieder die Allgemeinheit zum Handkuss kommen! Eigentlich sollten Raucher für typische Raucherkrankheiten Vorsorge treffen oder selber zahlen.

Der nächste fordert dann Zusatzversicherung für Nicht-Raucher - so als Vorsorge für Passiv-Raucher-Leiden ... usw.

Bis zu einem gewissen Grad ist Eigenverantwortung sinnvoll und nützlich. Doch gerade im Straßenverkehr sieht man täglich, wie "ernst" das vielen wirklich ist ;-)

baal der asoziale
02.09.2009 16:52

Les ich da richtig?
Es geht niemanden etwas an ob ich rauche oder nicht! Das fehlte gerade noch, dass jeder Bürger darauf getestet wird, ob er gesund lebt. Ihre Einstellung birgt große Gefahren in sich: Zuerst die Raucherei, dann der Alkohol, fettes Essen, Unsportlichkeit usw... Diese Topoi für sich genommen sind ja für viele (nicht für mich!!!) vielleicht argumentierbar. Aber sehen sie nicht die erschreckende Gesamttendenz?
;-)_§

Bluestone
02.09.2009 20:25
Es geht nicht darum, ob Sie rauchen,sondern darum

daß Sie mit Ihrem Rauch den Nichtrauchern einen Lungenkrebs aufzwingen.

baal der asoziale
03.09.2009 10:38

Woher wollen sie wissen, ob ich das tue?
;-)_§

santiago nasar
02.09.2009 16:20
ok,

dann zahlns mir aber meine tabaksteuer retour.

santiago nasar
02.09.2009 14:34
danke

baal der asoziale
02.09.2009 15:05

Bitte;-)

baroli
02.09.2009 13:32

...und an allem Elend dieser und aller anderen Welten sind die Raucher schuld...

Hans Salmutter
02.09.2009 19:56
nein, so schlimm ist es nicht:

Raucher stinken nur erbärmlich und Raucher verstinken weiterhin ungestraft 98% aller Lokale in Österreich.

baal der asoziale
02.09.2009 23:32

Ich bin als äußerst wohlriechend bekannt...
;-)_§

der schalldämpfer
02.09.2009 13:13
Am besten österreichisch lösen…

… alles verbieten, was nicht sein darf.
und sich wundern, warum jugendliche keine perspektive sehn’. zuerst die kids mit ihren sorgen allein lassen und sich dann wundern und draufsteigen – Österreich, Du bist schizo!

Eine Kreatur
02.09.2009 14:13
keine perspektive?

perspektiven gibt es in hülle und fülle .. nur sollte mal wer darauf aufmerksam machen ..

aber die eltern haben ja keine, die wirtschaft will nur an das geld der eltern und das geld der kinder und jugendliche .. mit ansaufen, party usw. lässt sich wunderbar geld verdienen ..
und der staat ist auch glücklich - die eliten bleiben unter sich, die zu kurz gekommenen mucken nicht auf, brot und spiele ..

perspektiven gibt es genug .. nur sollte mal der eigene standpunkt klar werden, die meisten haben aber keinen eigenen standpunkt, sondern nur den von irgendwelchen anderen leuten ..

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