Neue Version des Browsers ist fertig - Frisches Interface und Tab-Vorschau - Rechtschreibkorrektur integriert - Mehr Speed
Wie versprochen hat der norwegische Browserhersteller Opera am Dienstag die neue Generation der eigenen Software zum Download freigegeben. Mit einer Fülle von Änderungen soll Opera 10 dem Browser neue AnhängerInnen verschaffen.
Turbo
Etwas besonderes hat man sich dabei - nicht nur - für die BenutzerInnen von langsamen Internet-Verbindungen einfallen lassen: Durch die Aktivierung des neuen Turbo-Modus werden alle Anfragen über einen Proxy-Server des Unternehmen umgeleitet. Dieser kümmert sich um eine zusätzliche Komprimierung der Inhalte, der Datenumfang wird also reduziert, der Download in Folge schneller. Der Hersteller verspricht dabei eine Beschleunigung bis zum Faktor 8. Eine Ausnahme macht Opera aus Sicherheitsgründen bei verschlüsselten Inhalten, auch Plugin-Daten werden erst nach einem Extra-Klick aktiviert.
Interface
Einer Generalsanierung hat man das Interface der Anwendung unterzogen, zu diesem Zweck hat man sich den Designer John Hicks engagiert, der einst das Firefox-Icon entworfen hatte. Neue Wege geht man bei der Tab-Darstellung: Alternativ zu der üblichen Ansicht, lassen sich die geöffneten Seiten auch als "visuelle Tabs" in Form von Miniaturgrafiken anzeigen. Diese werden laufend aktuell gehalten, zeigen so also auch, wenn sich auf einer Seite etwas geändert hat.
Korrektur
Eine weitere Neuerung von Opera 10 ist die Integration einer eigenen Rechtschreibkorrektur für Texteingabefelder, wie sie bei den meisten Produkten der Konkurrenz auch schon zu finden ist. Weiter verbessert hat man die Speed-Dial-Funktion, die zum Schnellzugriff auf die beliebtesten Seiten gedacht ist, hier kann die Zahl der abgelegten Seiten und deren Positionierung nun frei bestimmt werden. Auch dürfen die NutzerInnen die entsprechende Ansicht mit einem eigenen Hintergrundbild personalisieren.
Rendering
Mit der Version 2.2 der eigenen Rendering Engine Presto hat man den Umgang mit aktuellen Webstandards weiter verbessert, so werden nun Web-Fonts unterstützt, auch den SVG-Support hat man ausgebaut. Außerdem verspricht man spürbare Performance-Optimierungen, so soll Opera 10 Seiten rund 40 Prozent schneller rendern als noch Opera 9.6. Zusätzlich verweist man auf ein neues adaptives Speichermodell, das je nach vorhandenen Ressourcen mehr oder weniger Speicher in Anspruch nimmt.
Mail
Wer sich gar nicht mehr um die Aktualisierung der Software kümmern will, kann den Browser dies nun mit der Auto-Update-Funktion selbsttätig vornehmen lassen. Auch am integrierten Mail-Programm gab es einige Verbesserungen, etwa in Form einer Thread-Ansicht für die Diskussionen.
Download
Opera 10 kann ab sofort von der Seite des Herstellers heruntergeladen werden. Dabei stehen Versionen für Windows, Linux, Mac OS X, Solaris und FreeBSD zur Auswahl. (apo)