Beratungen über mögliche Sanktionen in Deutschland

31. August 2009, 16:31
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Treffen in der Nähe von Frankfurt - Gespräche auf höchster Beamtenebene - Zur Sechsergruppe gehören neben der Deutschland, die USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich

Berlin - Die sogenannte Sechsergruppe will ihr weiteres Vorgehen im streit mit dem Iran um dessen Atomprogramm diese Woche in Deutschland beraten. Die Gespräche würden auf hoher Beamtenebene stattfinden, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Jens Plötner, am Montag in Berlin. Ein UN-Diplomat, der nicht genannt werden wollte, erklärte ergänzend, die Unterhändler würden sich Mittwoch im Raum Frankfurt treffen.

Zur Sechsergruppe gehören neben der Bundesrepublik die USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich. Diese Staaten wollen den Iran dazu bewegen, sein Atomprogramm aufzudecken. Die Islamische Republik wird verdächtigt, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms den Bau von Atomwaffen anzustreben. Iran bestreitet das, hat aber bislang keine internationalen Kontrollen zugelassen.

Nach dem jüngsten Atombericht der Vereinten Nationen droht dem Iran eine Verschärfung der internationalen Sanktionen. Zwar hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) ein gewisses Entgegenkommen der Regierung in Teheran festgestellt. Die UN-Atomaufsicht bezeichnete es aber als glaubhaft, dass der Iran den Bau von Atomwaffen erforscht habe. Die USA, Frankreich und Großbritannien pochten umgehend auf eine vierte Runde von Strafmaßnahmen, die sich voraussichtlich gegen den Energiesektor des viertgrößten Öl-Exporteurs richten wird. (Reuters)

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