Krise trifft Rath hart

31. August 2009, 15:23
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Weniger Umsatz und Ergebnis im Halbjahr

Wien - Der börsenotierte Feuerfesthersteller Rath hat die Wirtschaftskrise im 1. Halbjahr 2009 voll zu spüren bekommen und einen Einbruch sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis hinnehmen müssen. Der Umsatz ist um 13 Prozent auf 38,4 Mio. Euro gesunken, das Ebit (Betriebsergebnis) verringerte sich von 2,2 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten 2008 auf nunmehr 197.000 Euro. Der Verlust betrug 765.000 Euro, nach noch 654.000 Euro Gewinn im 1. Halbjahr 2008, geht aus dem heute, Montag, vorgelegten Halbjahresbericht hervor.

Das Unternehmen hat den Mitarbeitstand im 2. Quartal um 86 auf durchschnittlich 577 Personen reduziert. Als Gründe wurden die laufenden Kapazitätsanpassungen an das aktuelle Umsatzniveau und die Schließung eines Werkes in Leoben per Ende Juni genannt. Auch die Kurzarbeit, die in einigen Werken angewendet wird, habe die Kosten nicht im selben prozentuellen Ausmaß wie der sinkende Umsatzes reduziert, heißt es.

Für das 2. Halbjahr erwartet der Feuerfesthersteller, dass sich der prozentuelle Umsatzrückgang zum Vorjahr nicht mehr verstärkt und rechnet mit einem positiven Jahresergebnis. Eine Prognose sei weiter schwierig, man zehre aber noch von einigen Projekten, die im 2. Halbjahr umgesetzt werden. In den ersten sechs Monaten des Jahres sei vor allem die Aluminiumindustrie eingebrochen. Einzig positives Segment seien alle Branchen, die mit Energiesparen bzw. alternativen Energien verbunden sind, gewesen.

Im 1. Halbjahr habe man aufgrund der angespannten Situation auf den Finanzmärkten "konsequent" auf die Erhaltung der Liquidität geachtet. Der Cash-Flow beträgt 3,1 Mio. Euro, nach 2,5 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Eigenkapitalquote hingegen verringerte sich von 45,3 auf 42,4 Prozent. (APA)

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