Karzai weiterhin ohne absolute Mehrheit

31. August 2009, 14:51
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Vorläufiges Wahlergebnis in kommenden Tagen erwartet

Kabul - Bei der Präsidentschaftswahl in Afghanistan liegt Amtsinhaber Hamid Karzai weiterhin deutlich vor seinem Herausforderer Abdullah Abdullah. Neueste Teilergebnissen deuten aber weiterhin nicht auf eine absolute Mehrheit des Präsidenten im ersten Wahlgang hin. Die Unabhängige Wahlkommission (IEC) teilte am Montag nach Auszählung der Stimmen aus knapp der Hälfte der Wahllokale mit, Präsident Karzai komme bisher auf 45,8 Prozent. Ex-Außenminister Abdullah folge mit 33,2 Prozent. Die Angaben sind wegen der geringen Anzahl der ausgezählten Stimmen aus der Wahl vom 20. August nach wie vor nur begrenzt aussagekräftig.

Nach den jüngsten Teilergebnissen liegt Karzai noch gute zwölf Prozentpunkte vor Ex-Außenminister Abdullah. Bei der Veröffentlichung der Ergebnisse am Samstag war der Vorsprung noch knapp 15 Punkte betragen. Zu Beginn der Auszählung der Stimmen hatten erste Teilergebnisse auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hingedeutet.

Endergebnis erst im September

Sollte Karzai auch bei der weiteren Stimmenauszählung nicht auf eine absolute Mehrheit kommen, wäre im Oktober ein zweiter Wahlgang zwischen dem Spitzenreiter und dem Zweitplatzierten notwendig. Ein vorläufiges Ergebnis soll in den kommenden Tagen vorliegen, ein amtliches Endergebnis Mitte September.

An dritter Stelle hinter Karzai und Abdullah liegt weiterhin der frühere Planungsminister Ramasan Baschardost mit 12,5 Prozent. Die restlichen 27 Kandidaten spielen keine wichtigere Rolle mehr. Die von den Vereinten Nationen unterstützte Beschwerdekommission (ECC) bearbeitet derzeit mehr als 2000 Einwände gegen die zunehmend umstrittene Wahl und die Stimmenauszählung. 567 davon haben "hohe Priorität" und könnten den Wahlausgang beeinflussen. Beobachter befürchten, dass aufgrund der zahlreichen Unregelmäßigkeiten Kandidaten die Legitimität der Wahl infrage stellen könnten. Unter anderem wirft Abdullah dem Karzai-Lager Manipulationen vor. (APA)

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    Amtsinhaber Hamid Karzai liegt weiterhin deutlich vor seinem Konkurrenten.

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