Nintendo sagt Raubkopierern den Kampf an

31. August 2009, 14:44
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Neil Boyd wird Berater für Europa gegen Software-Piraterie

Nintendo intensiviert seine Bemühungen im Kampf gegen Raubkopien von Videospielen und verstärkt sein europäisches Team, das gegen Software-Piraterie vorgeht, heißt es in einer Presseaussendung. Der Brite Neil Boyd wird Berater im Bereich Raubkopien für den europäischen Raum.

"Die Gründung eines europaübergreifenden Teams gegen Software-Piraterie zeigt, wie ernst Nintendo die Bedrohung durch Raubkopien nimmt. Wir streben massive Maßnahmen gegen Kriminelle an, die aus einer Verletzung der Rechte der Spieleentwickler Kapital schlagen wollen. Wir freuen uns, dass wir ein Team mit einer so breit gefächerten Erfahrung im Kampf gegen Software-Piraterie zusammen bringen konnten. Neil, Jonathan und Matthias bringen ein großes Fachwissen mit, was Maßnahmen gegen Raubkopierer im Internet und im Bereich der physischen Medien angeht. Sie haben bereits mit unterschiedlichen Industrieverbänden im Zusammenhang mit Sicherheitsmaßnahmen für Inhalte und Kommunikations-Aspekte bezüglich Software-Piraterie zusammengearbeitet", erklärt Jodi Daugherty, Senior Director for Anti-Piracy bei Nintendo.

Erfahrung

Boyd war zuvor bei Warner Brothers als Director EMEA Anti-Piracy Counsel und zuständig für die unternehmensweite Entwicklung und Umsetzung von Strategien für den Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen bei Filmen, TV- und Unterhaltungsinhalten des Unternehmens - dies umfasste sowohl das Internet als auch die Gebrauchsgüter. Vor seiner Zeit bei Warner Brothers vertrat Boyd als Rechtsberater beim IFPI Secretariat London (International Federation of the Phonographic Industry) die Interessen von internationalen Plattenfirmen. Er betreute Zivilprozesse gegen Raubkopie-Plattformen im Internet und gegen Vervielfältiger an so unterschiedlichen Orten wie Brasilien, den Philippinen, Russland, Taiwan, Italien oder Hong Kong.

Unterstützung

Boyd wird in seiner neuen Tätigkeit bei Nintendo von den Rechtsberatern Jonathan Tully und Matthias Damm unterstützt. Tully stößt von der Kanzlei Bristow Solicitors zu Nintendo, wo er für die Business Software Alliance Maßnahmen gegen Urheberrechtsverletzungen koordinierte. Tully arbeitete zuvor für Universal Music und United News & Media. Damm kommt vom Institut für Informationsrecht der Universität Karlsruhe, wo er im Bereich Informations- und Internetrecht lehrte und Forschungsprojekte unterstützte. (zw)

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