Videospielindustrie führt neues PEGI-System ein

31. August 2009, 13:46
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Jugendschutz soll europaweit gestärkt werden

Die Videospielindustrie führt mit 1. September ein neues PEGI-System ein. In Zukunft soll die europaweite Alterskennzeichnung "Pan-European Game Information" mit klareren Symbolen dabei helfen, altersgerechte Computerspiele einfacher identifizierbar zu machen, wie der Österreichische Verband für Unterhaltungssoftware (ÖVUS) in einer Aussendung mitteilt. Die Farben Rot, Gelb und Grün zeigen künftig noch deutlicher und schneller erkennbar, für welches Alter ein Video- oder Computerspiel geeignet ist. Das industrieeigene PEGI-System auf den Spieleverpackungen erhält darüber hinaus nun auch zusätzliche verbesserte Inhaltssymbole, die das jeweilige Spiel noch schneller inhaltlich zuordenbar machen sollen.

Europaweit

"Die Einführung der neuen PEGI-Symbole findet europaweit statt. Die Umsetzung erfolgt jedoch jeweils danach, ob und wo das Kennzeichnungssystem auch gesetzlich verankert ist", erklärt Niki Laber, Präsident des ÖVUS. In Österreich sei dies derzeit nur in Wien der Fall, wo das PEGI-System seit 2008 im Jugendschutzgesetz festgehalten ist. Der ÖVUS mache sich dafür stark, dass die Kennzeichnung auch bundesweit übernommen werde. "In Deutschland benutzen die Hersteller PEGI zwar auch, gesetzlich gilt hingegen das USK-System. Allerdings befindet sich PEGI europaweit auf dem Vormarsch und wird derzeit auch in Deutschland diskutiert", so Laber.

Es sei wichtig, dass Kinder und Jugendliche nur Computerspiele nutzten, die für das jeweilige Alter geeignet sind, betont der ÖVUS-Präsident. Durch das Ampel-System, werde es noch einfacher, die geeigneten Games zu finden. Das sei eine wichtige Hilfestellung im Jugendschutz. Die ergänzenden Inhaltssymbole wurden außerdem durch Stichworte ergänzt und sollen bei einer schnellen Beurteilung der Spiele helfen.

Alterseinstufungen

Insgesamt gibt es fünf verschiedene Alterseinstufungen: 3+, 7+, 12+, 16+ und 18+. Die Inhaltssymbole auf der Rückseite der Verpackung geben zusätzlich die wichtigsten Gründe für die jeweilige Altersempfehlung des Spiels an. Dabei werden acht Symbole unterschieden: Gewalt, Sprache, Angst, Drogen, Sex, Diskriminierung, Glücksspiel und Onlinespielbarkeit. (pte)

  • Neue Kennzeichnungen für Altersteinstufung

    Neue Kennzeichnungen für Altersteinstufung

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