Ufa-Star Mady Rahl gestorben

31. August 2009, 13:11
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Gebürtige Berlinerin erlag 94-jährig einem Krebsleiden - Star der 1950er spielte in über 60 Filmen mit

München/Hamburg - Die Ufa-Schauspielerin Mady Rahl ist tot. Wie ihr Betreuer Thomas Speyerer am Wochenende mitteilte, erlag die 94-Jährige am Abend im Klinikum Bogenhausen in München einem Krebsleiden. Die gebürtige Berlinerin mit der "verruchten Stimme" stand in mehr als 60 Filmen vor der Kamera. Unvergessen sind ihre Rollen in den 1950er Jahren in Filmen wie "Die Sterne lügen nicht", "Geliebte Bestie" und "Die Dame in Schwarz".

Lebensabend in München

Ihre Karriere hatte die Schauspielerin in den Ufa-Studios in Babelsberg begonnen. Sie spielte unter anderem an der Seite von Marika Rökk und Johannes Heesters. Zuletzt lebte sie - fast erblindet und altersdement - in einem Münchner Pflegeheim.

Mady Rahl wurde am 3. Jänner 1915 als Edith Gertrud Meta Raschke in Berlin geboren. Sie besuchte ein Mädchenlyzeum, lernte Schreibmaschine und Stenografie, um sich als Privatsekretärin die teuren Gesangs- und Tanzstunden leisten zu können. Sie verließ die Schule und wurde sofort am Alten Theater in Leipzig engagiert. Als sie vorsprach, soll es geheißen haben: "So was wie Sie wird nicht geprüft. Das wird engagiert!"

TV- und Theatererfolge

Das Theater blieb neben dem Film ihre zweite künstlerische Heimat. In den 50er Jahren begeisterte sie in München das Publikum monatelang als "Ehrbare Dirne" und "Blauer Engel". Später startete sie eine dritte Karriere im Fernsehen, wo sie in zahlreichen Rollen auftrat - etwa im "Tatort", "Polizeiruf 110" oder in der Familienserie "Die Wicherts von nebenan". Ihre unverwechselbare Stimme setzte sie auch als Synchronsprecherin ein. So lieh sie etwa der Wildgans Akka in der Zeichentrickserie Nils Holgersson ihre Stimme.

Späte Leidenschaft Malen

Auch das Privatleben der Schauspielerin verlief turbulent. Sie war dreimal verheiratet und wurde dreimal geschieden. In betagterem Alter erwies sie sich als talentierte Malerin impressionistischer Bilder und Aquarelle. (APA/dpa)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Mady Rahl am Beginn ihrer Karriere auf einem undatierten UFA-Archivbild.

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