August war heuer deutlich zu warm

31. August 2009, 12:53
3 Postings

Platz fünf in rund 150-jähriger Messreihe

Wien - Trotz eines unspektakulären Ablaufes hat sich der August heuer einen guten Rang in der Temperatur-Bestenlisten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) gesichert: Der Monat brachte keine ausgeprägten Hitzewellen oder langanhaltenden Kaltlufteinbrüche, verlief aber insgesamt deutlich zu warm, zogen die Wetterexperten am Montag Bilanz.

Der August 2009 - als letzter Monat vor dem meteorologischen Herbstbeginn am 1. September - schaffte es an die fünfte Stelle der rund 150-jährigen ZAMG-Messreihe: Die Sonne lag in fast allen Gebieten Österreichs im Bereich des langjährigen Mittels. In Vorarlberg, Tirol, dem südlichen Salzburg sowie in Oberösterreich und der Steiermark lagen die Temperatur-Mittelwerte um rund 2,0 bis 2,5 Grad über dem 30-jährigen Durchschnitt (1971-2000). Wärmer als in diesem Jahr war es im August lediglich 2003, 1992, 1994 und 2001 (Platz Eins bis Vier).

Die höchste Temperatur von 35,9 Grad wurde heuer am 2. August in der Wiener City gemessen, insgesamt kletterte die Quecksilbersäule in der Innenstadt zehnmal über die 30-Grad-Marke. Einmal mehr wurde diese Grenze nur in Neusiedl am See im Burgenland überschritten. Die hohen Temperaturen sorgten in den Bergen für eine rasche Schneeschmelze. Am Sonnblick in über 3.100 Meter Seehöhe sank die Temperatur nur einmal - am 30. August - mit minus 5,5 Grad deutlich unter den Gefrierpunkt. Der sonnenreichste Ort war im August Hohenau an der March mit 294 strahlenden Stunden.

Gewitter und Regen sorgten für unterschiedlichste Niederschlagsmengen von Vorarlberg bis ins Burgenland: Im Westen bis nach Salzburg und Oberkärnten blieb es um zehn bis 30 Prozent zu trocken für den langjährigen Durchschnitt. In Unterkärnten, der Steiermark sowie im südlichen Niederösterreich regnete es hingegen häufiger als üblich (plus 20 bis 110 Prozent). Die größte Niederschlagsmenge gab es von 28. auf 29. August in Waidhofen an der Ybbs mit knapp 90 Liter pro Quadratmeter. (APA)

Share if you care.