Langsamer altern durch Ausdauertraining

31. August 2009, 12:37
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Studie mit deutschen Leistungssportlern: Nutzen von lebenslangem Training im Hinblick auf den Alterungsprozess von Gefäßzellen

Barcelona/Düsseldorf- Wer über einen längeren Zeitraum Ausdauertraining betreibt, dessen Zellen altern langsamer, als bei unsportlichen Menschen, so die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie in einer Aussendung. Das ist das Ergebnis einer Studie mit deutschen Leistungssportlern, die am Wochenende beim Europäischen Kardiologenkongress in Barcelona präsentiert wurde. "Diese Studie beweist zum ersten Mal den Nutzen von lebenslangem Training im Hinblick auf den Alterungsprozess von Gefäßzellen", so Studienleiter Christian Werner vom Universitätsklinikum des Saarlandes.

Ausdauertraining lässt Zellen langsamer altern

Einen positiven Einfluss hat die körperliche Betätigung unter anderem auf die so genannten Telomere der weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Telomere sind jener Teil der Chromosomen, die das Genom schützen. Mit jeder Zellteilung werden sie kürzer, bis sie schließlich nicht mehr funktionsfähig sind, und der programmierte Zelltod eintritt. Im Rahmen der aktuellen Sportlerstudie der Universitäten Homburg und Saarbrücken wurden die Leukozyten-Telomere von 104 Profi-Sportlern, die regelmäßiges Ausdauertraining machen und an Wettbewerben teilnehmen, mit denen nicht sportlich aktiver Personen verglichen.

Das Ausdauertraining scheint dazu beizutragen, dass die Telomere besser vor dem Abbau geschützt sind und somit die betroffenen Zellen langsamer altern. Die Daten tragen laut den Wissenschaftern zu einem besseren Verständnis dafür bei, wie auf molekularer Ebene körperliche Aktivität eine gefäßschützende Wirkung entwickelt und wie Bewegung altersbedingten Erkrankungen vorbeugen kann. (red, derStandard.at)

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