Förderung für Ein-Personen-Betriebe

31. August 2009, 12:21
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Ab 1. September können sich Ein-Personen-Unternehmen beim AMS 25 Prozent des Bruttolohns bzw. -gehalts zurückholen

Wien - Ab dem 1. September werden Ein-Personen-Unternehmen (EPU), die den ersten Mitarbeiter im Rahmen eines echten Dienstverhältnisses anstellen, gefördert. Das Dienstverhältnis muss eine vereinbarte Arbeitszeit von zumindest 50 Prozent der gesetzlichen oder kollektivvertraglichen Normalarbeitszeit aufweisen und länger als ein Monat dauern. Die Förderung beträgt 25 Prozent des Bruttolohns bzw. -gehalts, wird 12 mal pro Jahr gewährt und gilt für maximal ein Jahr. Durch diese Maßnahme werden 10.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, schätzt die Bundesgeschäftsführerin der Jungen Wirtschaft, Elisabeth Zehetner, am Montag vor Journalisten.

Für 18 Prozent der Unternehmer, die noch keinen Mitarbeiter beschäftigen, stellt die Lohnnebenkostensenkung einen großen Anreiz dar, Arbeitgeber zu werden und einen jungen Arbeitssuchenden einzustellen, ergab eine aktuelle Befragung der Jungen Wirtschaft unter ihren Mitgliedern. 36 Prozent sehen in dieser Maßnahme, die im Zuge des 2. Arbeitsmarktpakets vor dem Sommer verabschiedet wurde, allerdings überhaupt keinen Anreiz.

Ansuchen um Förderung

Jeder Unternehmer, der seinen ersten Mitarbeiter anstellen möchte, muss das Förderansuchen bis spätestens sechs Wochen nach Beginn des Dienstverhältnisses bei seiner regionalen AMS-Geschäftsstelle stellen. Ausbezahlt wird das Geld dann frühestens Ende November. Ob die Auszahlung monatlich oder gestaffelt folgt, ist derzeit noch nicht klar, sagte Zehetner. Wer seinem künftigen Arbeitnehmer 2.000 Euro brutto bezahlt, bekommt eine Förderung von 6.000 Euro, rechnete die Bundesgeschäftsführerin der Jungen Wirtschaft vor.

Als erste Mitarbeiter gefördert werden können alle Personen bis zum vollendeten 30. Lebensjahr, die unmittelbar zuvor eine Ausbildung abgeschlossen haben und beim AMS als arbeitssuchend vorgemerkt sind, oder die arbeitslos sind und beim AMS bereits ein Monat arbeitslos gemeldet sind. Die Förderung kann auch dann in Anspruch genommen werden, wenn die betreffende Person zuvor schon geringfügig beschäftigt war oder es kurze Dienstverhältnisse gegeben hat, die jeweils nicht länger als ein Monat gedauert haben. Keine Förderung gibt es hingegen für Lehrlinge, Freie Dienstnehmer, Werkvertragsnehmer, neue Selbstständige, Verwandte bis zum 2. Grad - also Kinder, Geschwister, Enkelkinder, Schwager bzw. Schwägerinnen, Ehegatten, Lebensgefährten sowie Stief- und Adoptivkinder. (APA)

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