VMware: Microsofts größter Rivale nach Google

31. August 2009, 11:33
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    foto: vmware

Wo Google das Microsoft-Geschäft von "oben" angreift, attackiert VMware von "unten" - Virtualisierungsspezialist startet VMworld-Konferenz

Spricht man von den wichtigsten Gegenspielern von Microsoft, so fallen schnell eine Reihe von Namen. Neben der logischen Wahl Google, kommen rasch auch Namen wie Apple oder IBM ins Spiel. Ein anderes Unternehmen wird wohl nur von ExpertInnen genannt werden - und doch gehört es zu den wichtigsten Herausforderern der Redmonder: Der Virtualisierungspezialist VMware.

Warnung

"VMware ist definitiv eine Gefahr", zitiert die New York Times Gary Chen, Analyst bei IDC. "Nach Google ist das die Firma, die Microsoft am meisten fürchtet". Gemeinsam bilden die beiden Unternehmen einen recht umfassenden Angriff auf Microsofts Business: Während Google über die Verlagerung von Anwendungen ins Internet Microsofts Geschäft quasi von "oben" attackiert, kommt die Bedrohung von VMware von "unten": Denn dessen Software läuft typischerweise unter dem Betriebssystem, mit der Erweiterung der Fähigkeiten der Software wird die konkrete Wahl des OS für viele Aufgaben immer unwichtiger.

Nachricht

So soll bei der am Montag in San Francisco startenden Virtualisierungsmesse VMworld denn auch eben dieses Thema als eine der zentralen Messages verbreitet werden: Nach der Reduktion der Hardwarekosten soll Virtualisierung künftig auch dabei helfen bei den Lizenzen für Betriebssysteme zu sparen - etwas, das eine direkte Bedrohung für Microsofts Kerngeschäft darstellt.

Konkurrenten

Die Federführung übernimmt dabei ausgerechnet ein ehemaliger Top-Microsoft-Manager: Paul Maritz ist nicht nur seit etwas mehr als einem Jahr Chef von VMware, er war in den späten Neunziger-Jahren auch die Nummer 3 bei Microsoft - gleich nach Bill Gates und Steve Ballmer. Sein Interesse an VMware erklärt er simpel: "Es gibt nur selten die Möglichkeit, bei einem Paradigmenwechsel dabei zu sein", insofern konnte er dem Jobangebot beim Virtualisierungsexperten nicht widerstehen.

Pläne

Freilich gibt sich Microsoft nicht so ohne weiteres geschlagen, den konkreten Plan charakterisiert die New York Times dabei als eine Art Wiederholung der Browserkriege in den späten Neunzigern: Die eigene Software kostenlos mit dem eigenen Betriebssystem ausliefern und so die Konkurrenz "erdrücken". Etwas das man mit HyperV und Windows Server 2008 mittlerweile probiert.

Ranking

Doch auch wenn Analysten den Bemühungen von Microsoft durchaus eine gewisse Erfolgsaussicht geben, bis man den Virtualisierungsmarkt umgekrempelt hat, steht noch ein weiter Weg bevor. Bislang liegt VMware mit einem Marktanteil von mehr als 80 Prozent weiterhin unangefochten an der Spitze. Eine zentrale Hoffnung für die Redmonder liegt dabei wohl in der Eroberung neuer Märkte, sind doch bisher erst 15 Prozent der weltweiten Server virtualisiert, eine Zahl, die sich laut aktuellen Prognosen in den nächsten fünf Jahren verdoppeln soll. (red)

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VMware

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12 Postings
DJProject
00
31.8.2009, 21:03
Meine Erfahrung bezüglich HyperV und VMWare:

Mein Notebook: Fujitsu Siemens, 2 GHz, 4GB RAM, 320 GB HDD.

Vorige Woche Windows 7 x64 installiert und gleich das WinXP-VirtualPC heruntergeladen und versucht zu installieren, funktioniert aber nicht, da kein Prozessor mit VirtualTechnology eingebaut ist (Notebook eh klar).

Daher VMWare Server 2.0 (gratis) installiert und WinXP in einer Virtuellen Maschine installiert, läuft pfeilschnell und ohne Probleme.

Ich weiß VirtualPC ist nicht gleich HyperV, aber HyperV benütigt auch eine CPu mit VirtualTechnology.

Ich verwende seit Jahren VMware Server bei meinen Kunden (KMUs) und virtualisiere die Server damit. Hat Riesenvorteile bei der Datensicherung und im Störungsfall und das gratis!

Peter Widzky
10
wenn das mal keine profunde meinung war...

wenn du schon den hyperV mit VMware vergleichen willst, dann vergleiche den ESX-Server mit HyperV.

DJProject
00
Noch eine Anmerkung an den Experten:

Soweit ich informiert bin gibt es von IBM Server, die den ESXi bereits im BIOS intergiert haben. Gibts von HyperV auch nicht, also hinkt der Verggleich abermals!

DJProject
01
Ja Du schlauer Experte!

1.) auch ein HyperV funktioniert nur mit einem Host (Wirt), nämlich Windows Server 2008. Ein ESX hingegen ist ein völlig eigenständiges Betriebssystem, ein Abkömmling von Linux, aber trotzdem eine völlig eigenständige Weiterentwicklung.
2.) Einen ESX kann ich auf CPUs installieren, die keine VirtualTechnology in der CPU beinhaltet.

Damit zu Deinem Vergleich: Den ESX mit HyperV zu vergleichen ist vollkommener Schwachsinn, Microsoft hat kein vergleichbares Produkt zum ESX. Der steht vollkommen einzigartig auf dem Markt.

turbotiga
00
31.8.2009, 20:52
vmware world ...

Vmware world 2008 in Cannes: 4000 Leute, x Andkündigungen von M$ => jetzt krachts.

Vmware World 2009 in Cannes (Anmerkung Wirtschaftskrise): 4500 Leute, x Ankündigungen doch noch nicht so umgesetzt, aber bald. => doch nicht so bumm mit Hyper-V u. so. Egal Hyper-V ist gratis.

In der Zwischenzeit macht Vmware seinen Hyervisor Gratis => ESX für Arme kostet nix, bitter für M$, weil da fetzt Hyper-V dann doch nicht so.

Meine Einschätzung

Vmware World 2010 in Cannes: jetzt kommt langsam Kapfenberg-Simmering Stimmung auf, allerdings nur vielleicht, weil Februar ist bald u. die meisten, welche ich kenne sind weiter fleissig auf ESX & Co.

Für PrivatUser kommt allerdings mit VirtualBox 3 was richtig gutes, nämlich for free mit USB Support.

werner b.
00

ESXi ist die abgespeckte Gratisversion wo du auf einem anderen Rechner (oder auch virtuell am selben ESXi) den Client zur Administration installieren musst.

ESX kostet sehr wohl, kommt dafür aber mit einer integrierten Webapplikation zur Administration daher.

kojak
00
31.8.2009, 18:41
bitte MS kopieret nicht wieder das iPod der Virtualization

konzentriert euch an Windows 7 und Server

so go
00
31.8.2009, 20:02

MS bezeichnet "Hyper-V" als Schlüsselfunktion des 2008er Servers...

Karl Krammer
00
31.8.2009, 15:54
VMWare "unter" einen OS?

Lizenzkosten spart man sich mit VMWare nicht. Entweder ein OS ist per-User oder per-CPU bezahlt, beides ändert sich durch die Virtualisierung nicht. Nur ist zB bei Windows 7 eine XP-Lizenz zum Betrieb parallel zu W7 dabei. Und dann läuft ein Anwender-OS "unter" VM bzw. "in einer" VM bzw. VWMare bedient sich eines eigenen OS (modifiziertes Linux). Microsoft würde natürlich auch gerne das Geschäft mit Virtual PC abdecken, aber Kerngeschäft ist für Microsoft schon noch immer das OS selbst. Einzig die Hardware-Hersteller leiden unter der Virtualisierung, aber das ist ja ein Hauptgrund der Kostenvorteile.

gustl
 
00
11.9.2009, 20:22
Microsoft muss vor allem eines fürchten:

VMware unter Linux.

Denn das eröffnet einen gut funktionierenden Migrationspfad hin zu Linux Betriebssystemen.

Die Firmen können so ein Linux laufen haben, mit allem was die OpenSource Szene an Goodies bieten kann, und solange es notwendig ist, ein Windows in einer VM für die Programme die noch nicht unter Linux verfügbar sind.

In Maschinenbau-orientierten Unternehmen ist das gerade einmal MSOffice.

Es ist natürlich richtig, dass Microsoft noch Lizenzzahlungen bekommt, solange die VM-Lösung gebraucht wird, aber es ist dann nur noch eine Frage der Zeit, bis diese Zahlungen wegfallen, und vor allem plattformunabhängige Programme die Regel werden.

The Dark
00
31.8.2009, 21:25
naja

wenn man Xp oder was auch immer 5 mal auf ein und dem selben PC virtuell installiert hat braucht man trotzdem in den meisten Fällen nur eine einzige Lizenz.

so go
00
31.8.2009, 20:12
Virtualisierungen verändern zzt. ganz wesentlich die IT-Landschaft denn "cloud-computing is the future"

Die VMware muss natürlich auf oder "unter" einem Hostsystem laufen. Vermutlich hat MS deshalb ein Paket bei Linus eingereicht...

Was die Gefahr für MS angeht, so dreht es sich wohl hauptsächlich um den Serverbereich; dort müssen Sie -ebenso wie deren Geschäftspartner- VMware vSphere fürchten!

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