Die ersten Fahrstunden

31. August 2009, 16:42
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Alena macht gerade den Führerschein, und letzten Donnerstag hatte sie ihre erste offizielle Fahrstunde.

Nein, der Großraum Mödling wurde zu diesem Anlass nicht flächendeckend evakuiert. Erstens, weil dieser Witz schon zu oft gemacht wurde, und zweitens, weil die Fahrstunde eh auf einem abgesperrten Parkplatz stattfand. Zur Sicherheit.

Aber großartig war sie, das sagt sie selbst, und wer würde das infrage stellen? Anfahren und zielbremsen, vorwärts einparken, rückwärts einparken - angeblich gab es Szenenapplaus! Das nächste Mal dann schon auf öffentlichen Straßen.

Alena hatte ja brav mit Bernie auf dem Parkplatz der Shopping City geübt, vor allem das Anfahren. Geht schon tadellos. Das bestätigt der Bernie, der noch ganz ungenervt wirkt. Ich hatte auch einmal mit einem Kind geübt, also ich bin beigesessen, als wir in ein paar privaten Fahrstunden durch Wien gepflügt sind. In diesen wenigen Stunden bin ich um Jahre gealtert, und dabei hatte ich versucht, so wenig als möglich zu nerven und zu keppeln, aber ein paar Mal musste ich richtig brüllen: STOHOPPP!! Weil wir gerade ein Stoppschild überfahren hatten und nur knapp mit dem Leben davonkamen. Heute fährt die Große routiniert, sicher und cool wie ein Profi.

Bald wird auch Alena alleine auf die Straße losgelassen werden, und mit ihr tausende andere auch, die gerade in den Sommerferien in einem Schnellkurs den Führerschein machen. Da empfinde ich nicht nur Stolz, sondern auch Angst, ganz ehrlich. (Michael Völker/DER STANDARD/Automobil/28.8.2009)

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    Im Sommer absolvieren wieder tausende einen Führerschein-Schnellkurs.

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