Ad-War

Microsoft vs. Apple: Jetzt wirds brutal

31. August 2009, 11:35
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    foto: archiv

    Apple suchte Streit und hat ihn jetzt bekommen.

Der Ad-War hat 2009 so richtig angefangen: Der Kampf der IT-Giganten wird noch schmutziger und teurer

1984 lief in der Halbzeit des Superbowls eine Werbung, die das Bild von Computern für immer verändern sollte. Der von Ridley Scott inszenierte Spot lief nur ein einziges Mal im US-Fernsehen und zeigt eine Hammerwerferin, die aus einer Masse grau gekleideter Menschen heraus schießt, um das haushohe Bild eines Diktators zu zerstören. Apple missbrauchte Orwells Utopie, um sich selbst als Erlöser zu personifizieren. Big Brother war in dem Fall kein Politiker, sondern der marktführende Computerhersteller IBM.

Es ist der Kampf David gegen Goliath, den sich der kalifornische Konzern auf die Brust geschrieben hatte und über die Jahre perfektionierte.

Scharren in den Startlöchern

Der Kampf gegen IBM wurde rasch zur Schlacht gegen Microsoft, die mit der Einführung des iMacs Ende der 1990er-Jahre angeheizt werden sollte, berichtet die New York Times. "Think Different", lautete damals der Slogan, den sich Lee Clow, Creative Director von TBWA/Chiat/Day, ausdachte und Apple-Gründer Steve Jobs freudig aufgriff, um das Comeback des gerüttelten Unternehmens einzuläuten. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Mit dem ultimativen Lifestyle-Produkt, dem iPod, an seiner Seite schaffte es Apple schließlich endgültig, sich als hippen Vorreiter zu positionieren. Damals betrachtete Microsoft die Lage noch entspannt. Über 90 Prozent aller Computer wurden mit dem Betriebssystem Windows betrieben und noch schien sich an den klaren Marktverhältnissen nichts zu ändern.

Wendepunkt

Dies änderte sich erst, als Apple, angetrieben von der Popularität des iPods, auch sein Mac-Geschäft auf Touren brachte. Begleitet wurde der Angriff auf Microsofts Vormachtstellung mit einer Reihe von Werbespots, die es ganz gezielt auf das Image des Monopolisten abgesehen hatten. 2002 startete die "Switchers"-Kampagne, die "frustrierte" Windows-Nutzer auf Apples Seite holen sollte. Doch der wahre Durchbruch gelang vier Jahre später, als 2006 die berühmte "Get a Mac"-Kampagne anlief. Die Idee dahinter war ebenso gemein wie genial: In kurzen Spots treffen Mac und Windows-PC aufeinander. Während der PC durch einen stattlichen Brillenträger mit Halbglatze personifiziert wird, schlüpft ein junger, smarter Herr in die Rolle des Macs. Apples Plan ging sofort auf, niemand wollte sich mit dem PC-Typen identifizieren. Und die Bemühungen schlugen sich in den Zahlen nieder: Mit jedem Prozent Marktanteil, den Apple erringen konnte, explodierte der Aktienwert aufs Neue. Seit 2006 ist der Unternehmenswert um 170 Prozent gestiegen, während Microsofts Kurs keine nennenswerten Änderungen erfuhr.

Langsamer Rückschlag

Erst jetzt erkannte, laut NYT, Microsoft die Gefahr. Mit dem selbst verschuldeten Vista-Debakel auf den Schultern stieg der Druck endlich zu reagieren. Dabei fiel die Antwort nicht leicht von den Lippen. Sowohl Gründer Bill Gates, als auch Geschäftsführer Steve Ballmer waren keine Freunde von Marketing. Die Inspirationslosigkeit der führenden Köpfe des Unternehmens spiegelte sich in den Werbungen wieder. Der ultimative Flop, die Vista-Kampagne "The Wow Starts Now", bildete den werbetechischen Tiefpunkt. Gleichzeitig pulverte Apple immer höhere Geldsummen in das Marketing. 2008 investierte der Computerhersteller und iPhone-Erfinder laut TNS Media Intelligence mit 264 Millionen Dollar satte 71 Prozent mehr in TV-Werbungen, als Microsoft. Dennoch fand der Redmonder Softwarehersteller in diesem Jahr zu einem neuen Selbstbewusstsein zurück. Mit den "I am a PC"-Videoclips, initiiert durch die Agentur Crispin Porter, sollte Windows ein ansprechenderes Gesicht erhalten. So holte man bekennende Microsoft-Kunden wie "Desperate Housewife" Eva Longoria an Land, um "I am a PC" in die Kamera zu posaunen. In Folge dessen entstanden hunderte Spots nach demselben Vorbild, in denen sich Windows-Nutzer stolz "outeten".

Gegenwehr

Der erste Gegentreffer gelang allerdings erst Anfang 2009. Crispin Porter und Microsoft erkannten in der Wirtschaftskrise ihren Vorteil und lancierten die "Laptop Hunters". In kurzen Pseudo-Dokus werden Konsumenten mit einem Budget von 1.000 Dollar ins Kaufhaus geschickt, um sich für das Geld einen guten Laptop zu kaufen. Was übrig bleibt, darf behalten werden. Die Aussage, sich 300 Dollar sparen zu können, wenn man sich gegen einen Mac entscheidet, schien auch prompt zu ziehen. Im ersten Quartal 2009 meldete Apple einen massiven Absatzrückgang bei Macs, während konkurrierende PC-Hersteller ihre Verluste im Zaum halten konnten. Microsoft feierte den ersten erfolgreichen Gegenschlag.

Die Schlacht hat begonnen

"Es ist dir nicht mehr peinlich, wenn du deinen PC aus der Tasche ziehst", so der verantwortliche Kampagnen-Leiter bei Crispin Porter. Analysten streiten sich indes, ob tatsächlich die neue Werbelinie Grund für den Erfolg war. Denn schon im zweiten Quartal 2009 überflügelte Apple wieder die Konkurrenz. Steve Ballmer scheint sich seines neuen Weges dennoch sicher zu sein - er hat Blut gerochen. Vergangenen Juli versprach Ballmer, man werde weiter massiv in Windows-Marketing investieren. "Drei, vier, fünf, sechs Jahre davor haben wir das nicht getan". In den ersten sechs Monaten des Jahres hat sich der Konzern die Image-Bereinigung bereits 163 Millionen Dollar kosten lassen. Mit dem kürzlich gestarteten Apple-Betriebssystem "Snow Leopard" und mit Microsofts im Oktober erscheinenden "Windows 7" dürfte der frisch entfachte Zweikampf noch weitaus brutaler und teurer werden. (zw)

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M1AU
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Ich bleibe trotz allem bei meiner inzwischen lieb gewonnenen lieblings Linux Distribution. Da können die Herrschaften noch so viel Geld in ihre Marketing Kampagnen stecken wie sie wollen. :)

Und das ganze im übrigen nicht weil es besser ist, sondern weil ich gelernt habe damit umzugehen, es auf meinem Mobiltelefon läuft, ich es auf so vielen Rechner wie ich will installieren kann und das ohne mich um dieses leidige Thema Lizenzschlüssel etc. zu kümmern...
Ja, das nervte wirklich.

werwolfi
00

welches mobiltelephon verwendest du denn?

AlphaEcho5
41
Apple - Crash Different

Ich habe endlich herausgefunden wofür beim Apple diese Henkel gut sind. Man kann eine Kette dran befestigen um ihn als BOOT-ANKER zu verwenden.

Fanboy
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Im Vergleich zu den meisten anderen PCs würd´s der Mac wahrscheinlich sogar aushalten. ;-)

Teraniel
11

Ist ja ganz klar...das OS ändert ja bekanntlich auch unglaublich viel an der Hardware ein "Mac" und ein "anderer PC" sind genau das selbe von der hardware nur in ner anderen schachtel mit anderem OS...
Oder sind sie etwas keine Person und ist ein Mac kein Computer?

MacOS ist ein OS dass für PC mit extrem niedriger hardware varianz entwickelt wird während Windoof tausende verschiede Hardware Komponenten unterstützen muss....da ist es nicht so die grosse leistung das MacOS stabiler läuft...

Der unterschied ist Win Fanboys können zugeben das bei Win manche sachen auch mist sind aber die meisten Macboys loben alles mit nem Apfel oder nen "i" sofort in den himmel....

Fanboy
10

Nun, ich halte den MacPro (und um den geht´s ja, sonst hat kein Mac "Henkel") trotzdem für den besseren Anker. Einfach, weil er - im Gegensatz zu herkömmlichen PC-Gehäusen - ein stabiles Alu-Gehäuse hat. Betriebssystem braucht ein Anker nicht, eigentlich könnte die Kiste auch leer sein. Daher erübrigt sich die Diskussion, welche Hardware drinnen und welche Software drauf installiert ist. :-)

Teraniel
10

In dem Fall rate ich dann aber doch dringest zum Thermaltake Armor...Big Tower..Stahlblech...17Kilo leer...stabiel ohne ende..

Diplomierter Pavian mit BMWeh
05
Test.

Jeder, der sich die Mühe gemacht hat, diesen Artikel fertigzulesen, ist geeignet, um bei mir als Geschäftsführer anzufangen.

NeoK
00
Mist!

Jetzt weiß ich, warum ich nie wirklich Karriere machen werde...

Wichtiger Wichtel
02
Der Erfolg von Apple lässt

sich nicht nur mit agressivem Marketing begründen. Das ist sicher ein Faktor, was aber weit mehr zählt: der Desktop PC rückt immer mehr in den Hintergrund, Laptops werden immer häufiger gekauft. - Und auf diesem Markt hat Apple den Vorteil, seine Hardware selbst zu bauen.
Im höherpreisigen Segment gibts da kaum etwas, das qualitativ mit Apple mithalten kann. Einzig die schwachsinnige Entscheidung, nur Spiegeldisplays anzubieten hat mich davon abgehalten, mir ein Macbook zu kaufen.

Pleni
00

Leider stimmt das immer weniger. Aber am meisten stinkt mich an, dass es bei Apple zur Gewohnheit wurde, treue, gut zahlende Kunden, offensichtlich für Beta-Tests ihrer unausgereiften Produkte zu benutzen.

Wichtiger Wichtel
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Ganz zu schweigen von der neuen Angewohnheit, seinen Servicepacks Namen a la "snow leopard" zu geben, und dafür abzukassieren ;)

Linus Tintifax
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16.9.2009, 13:22
mhm

"servicepacks" mit neuem kernel...

Emilio
02
Apple baut seine Hardware selbst?

Wow, ich wusste nicht, dass Apple Prozessoren, RAM-Module, Festplatten, ... etc. baut!

knievel
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mit "qualitativ" meinen sie offensichtlich das design oder?

Wichtiger Wichtel
01
nein, Design ist nicht so wichtig

mir gefallen auch die mattschwarzen Kästen von Lenovo, ich meinte v.a. die Haptik. Das Glas-Touchpad: erstklassig, Spaltmasse gering (gut, bei einem fix verbauten Akku kann nix wackeln, aber trotzdem: was ich da bei Dell gesehen habe lässt einen grübeln), gute Akkulaufzeiten, Gehäuse macht einen stabilen Eindruck.
Auch der Monitor wäre gut, wäre da nicht die fehlende Entspiegelung. Einzig die Oberflächentemperatur und das Lüftergeräusch sind enttäuschend, sonst sind die MBP schon gute Notebooks.

Heavyweather
00

Das kann man bei den Preisen wohl auch erwarten.
Von der Funktion her tut es ein 500€ MSI Notebook aber auch.
Hier geht es ja sowieso nur um private Konsumenten und ein paar höhere Mitarbeiter die eigentlich nur einen schicken Terminkalender brauchen.
Nachdem es für das Betriebssystem von Apple (die Rechner sind ja sowieso auch nur PCs) eben nur eingeschränkt Software gibt haben sie sich schon ein paar Felder verbaut...
Ausser man installiert wieder Windows drauf.

Wichtiger Wichtel
00

Absolut richtig, kann man sich in der Preisklasse erwarten, liefern tuts aber leider nur Apple, die PC Pendants in der oberen Preisliga lassen alle zu wünschen übrig.

Wenn man was ähnliches sucht (Alu oder Mg-Gehäuse, gute Akkulaufzeiten, ähnliche Prozessor- und Grafikkartenausstattung) ist man schnell auf ähnlichem Preisniveau wie bei Apple, bei der Qualität gibts aber Abstriche, und klobiger und schwerer sind die Lenovos und Dells dann auch meistens.

aceFruchtsaft
03

Apple baut seine Hardware genauso wenig selbst wie irgendein anderer OEM. Es ist echt erstaunlich, warum dieser Mythos nicht ausstirbt.

Mac1984
01

Apple hat in früheren Zeiten seine Geräte selbst gebaut. Dazu gab es Werke z.B. in Cork in Irland. Dass die Fertigung nun "außer Haus" gegeben wurde, soll nicht heißen, dass Apple seine Geräte nicht selber baut. Denn im Gegensatz zu Microsoft, welche nicht wirklich wissen, was in den unterschiedlichsten Geräten verbaut ist, bestimmt Apple selbst wie die Geräte und mit was sie ausgestattet sind. So ist gewährleistet, dass OS und HW immer optimal zusammenspielen. Also "baut" Apple die HW sehrwohl.

salenoz
 
32

Sie meinen also, Apple baut weder die Intel CPUs noch die NVidia Grafikkarten in den MacBooks selbst?

Das ist eine bodenlose Frechheit!

;-)

Fanboy
11

Ausgerechnet du kriegst hier rote Stricherln. Deshalb grün von mir!

Wichtiger Wichtel
01

stimmt natürlich. - Das ist aber ohnehin überall üblich, dass die Produktion "outgesourced" wird, ich meinte da eher die Produktentwicklung.

cannery row
01
na dann..

muss es doch ganz leicht sein, auf irgendeinen häfen ein ms-pickerl zu patzen, oder?

Ich bin der Meinung...
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Diese Typen aus der Apple Werbung

verkörpern sowohl äußerlich wie intellektuell die CEOs der beiden Unternehmen: Steve Ballmer und Steven Jobs.

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