Khamenei will Strafen für Gewalt gegen Demonstranten

31. August 2009, 07:53
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Opposition spricht von 69 Todesopfern

Teheran - Das geistliche Oberhaupt im Iran, Ayatollah Ali Khamenei, will unverhältnismäßige Gewalt gegen Demonstranten während der Proteste gegen den Wahlausgang bestrafen lassen. Wer "strafbare Handlungen oder Verbrechen" begangen habe, werde genauso nach Recht und Gesetz zu Verantwortung gezogen, wie diejenigen, die sich dem Staat widersetzt hätten, zitierte das Staatsfernsehen Khamenei am Sonntag.

Khamenei sprach vor Universitätsdozenten in Teheran. Vor dem Revolutionsgericht in Teheran müssen sich seit Anfang August etwa 140 Menschen für ihre Beteiligung an den Protesten verantworten. Von der iranischen Opposition und im Ausland werden die Verfahren als Schauprozesse zur Einschüchterung von Regierungskritikern kritisiert.

Bei den Protesten gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmoud Ahmadinejad vom 12. Juni waren nach offiziellen Angaben etwa 30 Menschen ums Leben gekommen. Die Opposition spricht von 69 Todesopfern. Von den insgesamt rund 4000 Festgenommenen sind noch etwa 300 inhaftiert.(APA/AFP)

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    Khamenei sagte vor Universitätsdozenten in Teheran, dass er unverhältnismäßige Gewalt gegen Demonstranten während der Proteste gegen den Wahlausgang bestrafen lassen will.

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