FIA leitet Untersuchung zu früherem Grand-Prix ein

30. August 2009, 20:46
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Es soll sich um Singapur-GP des Vorjahres handeln

Spa/Belgien - Der internationale Automobil-Verband (FIA) hat eine Untersuchung wegen eines möglichen Zwischenfalls bei einem früheren Formel-1-Grand-Prix eingeleitet. Dies erklärte eine FIA-Sprecherin am Sonntag nach dem WM-Lauf in Spa-Francorchamps ohne zu sagen, um welchen WM-Lauf es sich handle und ohne Details preiszugeben.

Auf den Websites autosport.com and grandprix.com wurde jeweils der Grand-Prix in Singapur im Vorjahr als das zu untersuchende Rennen genannt. Renault-Pilot Fernando Alonso hatte in dem Flutlichtrennen nach kuriosem Verlauf (u.a. zwei Safety-Car-Phasen, eine nach einem Unfall von Alonsos Teamkollegen Nelson Piquet) seinen ersten Sieg seit mehr als einem Jahr gefeiert. Konkret könnte der Unfall des brasilianischen Formel-1-Piloten Nelson Piquet jr. beim Großen Preis von Singapur 2008 ein Nachspiel haben. Nach brasilianischen Medienberichten vom Sonntag leitete der Internationale Automobilverband (FIA) eine Untersuchung des Vorfalls ein. Der 2008 für Renault fahrende Piquet war bei dem Rennen in eine Mauer gefahren.

Der Unfall und die darauffolgende Safety-Car-Phase sollen damals mitentscheidend für den Sieg seines Stallkollegen Fernando Alonso gewesen sein. Schon damals hatte es Spekulationen gegeben, Piquet habe den Unfall möglicherweise auf Anweisung "inszeniert".

Nach Berichten des brasilianischen Sportportals globoesporte.com beauftragte die FIA nun ein unabhängiges Unternehmen mit der Untersuchung des Unfalls. Renault-Chef Flavio Briatore könnte den Unfall damals angewiesen haben, mutmaßt das Portal. Renault hatte sich Anfang August von "Nelsinho" Piquet getrennt.

Der 24-jährige Sohn des dreimaligen Formel-1-Weltmeisters Nelson Piquet erhob nach der Trennung massive Vorwürfe gegen Teamchef Briatore. Auf seiner Internet-Seite schrieb er damals: "Flavio Briatore war mein Henker." Er habe ihn unfair behandelt und unter Druck gesetzt. So habe Briatore ihm 2008 mehrere Male kurz vor dem Qualifying oder den Rennen gedroht, ihn durch einen anderen Fahrer zu ersetzen, falls er keine guten Resultate einfahre. Die Zeit bei Renault bezeichnete Piquet als die schlechteste seiner Karriere. (APA/Reuters)

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