"Weltweite Verantwortung"

30. August 2009, 19:07
1 Posting

UN-Generalsekretär ruft die Regierungschefs zu mehr Engagement auf

Alpbach - "Multilaterale Zusammenarbeit funktioniert nur im Geist wechselseitigen Vertrauens. Vertrauen ist das Schlüsselelement schlechthin." Diese Formel stellte UN-Generalsekretär Ban Ki-mon am Sonntag zum Auftakt des „Politischen Gesprächs" beim diesjährigen Forum Alpbach im gleichnamigen Tiroler Bergdorf ins Zentrum seiner Ausführungen. Drei Tage lang debattieren dort Politiker, Experten und Professoren über die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen zum Generalthema „Vertrauen" - etwa bei einer von Standard-Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid geleiteten Diskussion über „Vertrauen zwischen Menschen und Staaten".

Vor Botschaftern und Vertretern aus mehr als 30 Ländern war der Südkoreaner Ban der Stargast schlechthin beim Forum, wie dessen Präsident Erhard Busek in seiner Eröffnungsrede hervorhob. Die Anwesenheit des UN-Generalsekretärs unterstreiche das Vertrauen in Österreich mit Wien als drittem Sitz der UNO, erklärte Außenminister Michael Spindelegger. Das Land sei weiter bestrebt, als Ort der Begegnung, des Dialogs und des Ausgleichs zu dienen.

Ban sagte, die schwierigen Herausforderungen, vor der die Welt mit dem Klimawandel, knapper werdenden Ressourcen und dem Hunger stünde, machten neue Formen des Vertrauens nötig. So habe er die wichtigsten politischen Führer dazu aufgerufen, sich so zu verhalten, als würden sie gemeinsam - etwa in der Form der G-20-Staaten - „wie eine weltweit verantwortliche Führung" operieren. Die Bürger müssten das Vertrauen haben, dass Rechtstaat, die Grundrechte gesichert seien.

EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner hielt eine flammende Rede zugunsten von mehr, nicht weniger Intgeration in Europa. „Nicht Argwohn, sondern Vertrauen lässt eine Gesellschaft gedeihen", sagte sie. (tom/ DER STANDARD Printausgabe, 31.8.2009)

Share if you care.