Sieben Tote in Wohnwagensiedlung in Georgia

30. August 2009, 16:55
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Zwei Schwerverletzte in Klinik gebracht - Schlimmste Tat in der Region seit Jahrzehnten

Brunswick - Grausiges Verbrechen in einer Wohnwagensiedlung im US-Bundesstaat Georgia: Die Polizei fand am Samstag die Leichen von sieben Menschen sowie zwei Schwerverletzte, die sofort ins Krankenhaus gebracht wurden. "Ich würde es niemandem wünschen, sich diesen Tatort ansehen zu müssen", sagte der Polizeichef des Bezirks Glynn County, Matt Doering, und sprach vom schlimmsten Massenverbrechen in seiner 25-jährigen beruflichen Laufbahn. Einzelheiten nannte Doering vorerst nicht.

Die Polizei wurde am Samstag in der Früh per Notruf alarmiert, nachdem ein Verwandter die Leichen entdeckt hatte. "Das ist ein Rekord für uns. Wir hatten hier noch nie einen Vorfall mit so vielen Opfern", sagte Doering später vor Journalisten. Zeugen des Verbrechens wurden zunächst nicht gefunden, den Nachbarn in der Wohnwagensiedlung nördlich der Hafenstadt Brunswick war anscheinend nichts aufgefallen. Die beiden Schwerverletzten waren nach Polizeiangaben nicht vernehmungsfähig. Ihr Zustand wurde am Samstagabend weiterhin als kritisch beschrieben.

Auch nähere Angaben zu den Opfern wurden vorerst nicht bekanntgegeben, obwohl sie weitgehend identifiziert werden konnten. Doering sagte lediglich, es seien ältere Menschen und höchstwahrscheinlich auch Jugendliche unter den Toten. Zum mutmaßlichen Täter gab es ebenfalls keine Angaben, festgenommen wurde bis zum Abend niemand.

Die Wohnwagensiedlung liegt auf dem Gelände einer historischen Plantage im Südosten des Staates Georgia. Es gibt dort Stellplätze für etwa 100 Wohnmobile. (APA/AP)

 

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