Wendlinger verlor Sieg am "Grünen Tisch"

30. August 2009, 16:35
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Team bestand am Hungaroring den sogenannten Stall-Test nicht

Budapest  - Der Tiroler Karl Wendlinger und sein schottischer Partner Ryan Sharp sind nach dem fünften Lauf der FIA-GT-WM in Budapest disqualifiziert worden. Das Duo war zwar trotz zweier Zwischenfälle in Ungarn im Ford Saleen als Erster ins Ziel gekommen, verlor den zweiten Saisonsieg allerdings in der Folge am "Grünen Tisch". Das Team KplusK Motorsport hatte bei der Schlussabnahme den sogenannten Stall-Test nicht bestanden.

"Die FIA-Kommissäre bestätigen nach der Daten-Auswertung, dass wir von der Leistung her keinen Vorteil hatten. Aber Reglement ist eben Reglement", ärgerte sich Wendlinger. In der FIA-GT wird die Motorleistung mit einem Lufteinlass-Begrenzer limitiert, was bedeutet, dass der Ansaugtrakt des Motors auf einen, vom Reglement vorgegebenen Durchmesser, fixiert wird.

Beim Stall-Test werden die beiden Ansaugtrichter bei laufendem Motor mit Kugeln geschlossen. Das hat zur Folge, dass der Motor keine Luft mehr bekommt und abstirbt. Ist das nicht der Fall, saugt der Motor noch irgendwo anders extra Luft an - und hat vermeintlich mehr Leistung. Und genau das ist bei Wendlinger und Co. passiert. "Es hat im Rennen zwei unverschuldete Kollisionen gegeben. Möglicherweise hat sich durch den jeweiligen Aufprall etwas gelockert", meinte Wendlinger.

Ansonsten habe er keine Erklärung. "Ich bin maßlos enttäuscht, werde jedenfalls alle Hebel in Bewegung setzen, damit teamintern alles genau analysiert wird. So etwas darf nicht noch einmal passieren", fügte der Tiroler hinzu. Über den nachträglichen Sieg durfte sich die italienisch-deutsche Paarung Bertolini/Bartels (Maserati) freuen. (APA)

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