Richard Stallman: Zensur-Vorwürfe gegen spanisch-sprachige Wikipedia

30. August 2009, 15:10
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Verweise zu bekanntem linken Webportal würden vorsätzlich gelöscht - ModeratorInnen sehen ein Missverständnis

Immer für eine Kontroverse gut ist der Gründer der Free Software Foundation, Richard Stallman. So sorgte er denn auch gleich zu Beginn der Wikimania-Konferenz im argentinischen Buenos Aires mit seiner Keynote für eine erhitzte Diskussion zwischen den rund 500 TeilnehmerInnen, wie die New York Times berichtet.

Attacke

Stallmans Vorwurf: Die spanischsprachige Wikipedia würde gezielte Zensur ausüben. Den Stein des Anstoßes bildet dabei die linke Politik-Webseite rebelion.org, Verweise auf die in Lateinamerika sehr verbreitete Publikation seien durchgängig gelöscht worden. Eine Situation, die auf ihn den Eindruck einer politischen Voreingenommenheit mache, kritisiert Stallman.

Missverständnis?

Die für die spanischsprachige Wikipedia zuständigen ModeratorInnen versuchten sich in Folge gegen diesen Vorwurf zu wehren, es handle sich hierbei schlicht um ein Missverständnis auf Seiten des FSF-Gründer. Ein Großteil des Contents auf rebelion.org bestehe aus Links auf andere Seiten, die Moderations-Policy sehe aber vor, dass immer auf die Originalseiten verlinkt werde, insofern handle es sich bei dem Umgang mit den Verweisen auf rebelion.org nicht um eine politische Frage sondern um ein simples SPAM-Problem. Dem hält Stallman wiederum entgegen, dass rebelion.org durchaus eigenen Content produziere, die aktuellen Maßnahmen, die schon das Verlinken auf die Seite erschweren, seien für ihn insofern nicht nachvollziehbar und inakzeptabel. (red)

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    screenshot: redaktion
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