Löscheinsätze bei 35 Grad Sommerhitze

30. August 2009, 19:09
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Waldbrände bedrohen 4000 Häuser - Vielerorts Ascheregen - Behörden warnen selbst im Küstenort Malibu vor schlechter Luft

Los Angeles - Mehrere tausend Kalifornier sind am Wochenende vor den rasch um sich greifenden Waldbränden geflüchtet. Ein Feuer im Los Angeles National Forest, östlich der Millionenmetropole, bedrohte mehr als 4000 Häuser, berichtete die Los Angeles Times in ihrer Sonntagausgabe.

Löscharbeiten bei 35 Grad Celsius

Sommerhitze von über 35 Grad Celsius machte den Löschtrupps zu schaffen. "Das einzig Gute ist, dass es keine Santa-Ana-Winde gibt", sagte Einsatzchef Mike Dietrich zu der Zeitung. Diese gefürchteten Wüstenwinde treiben die Feuersbrünste in Südkalifornien gewöhnlich an.

Notstand ausgerufen

Gouverneur Arnold Schwarzenegger hatte am Freitag den Notstand ausrufen lassen, um auf diese Weise rasch Hilfsmittel und Gelder für die Brandbekämpfung zu mobilisieren. Am Sonntag (Ortszeit) wollte er sich selbst ein Bild vom massiven Einsatz der Feuerwehr machen.

Rauchwolken über Los Angeles

Über Teilen von Los Angeles hingen dicke Rauchwolken, in einigen Regionen fiel ein Ascheregen. Die Gesundheitsbehörde warnte am Wochenende wegen der schlechten Luft vor körperlichen Anstrengungen im Freien. Sogar Küstenorte wie Malibu und das Hinterland von Santa Monica sollten von besonders empfindlichen Menschen gemieden werden, hieß es.

8000 Hektar Land verkohlt

Die seit Tagen wütenden Feuer im Raum Los Angeles haben bereits eine Fläche von mehr als 8000 Hektar Land verkohlt. Nach Angaben der Feuerwehr brannte aber bisher nur eine Handvoll Häuser ab. Nördlich von Los Angeles bedrohen Brände den Mount Wilson, auf dem sich das berühmte Mount-Wilson-Observatorium befindet. Für etwa 150 Häuser an den Hängen der San-Gabriel-Berge ordneten die Behörden Samstagfrüh (Ortszeit) die Evakuierung an. In einer Schule in La Canada Flintridge wurde ein Evakuierungszentrum eingerichtet.

Erst Mitte August hatte ein Brand im Los Padres National Forest bei Santa Barbara 350 Quadratkilometer Land verwüstet. Das Feuer war vermutlich durch ein Lagerfeuer auf einer illegalen Marihuana-Farm in der Wildnis entfacht worden. (dpa, DER STANDARD Printausgab e 31.8.2009)

 

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    Tausende Häuser und Villen sind von den Waldbränden bedroht

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