Strasser gegen Lockerung des Arbeitsmarkt-Zugangs

30. August 2009, 08:43
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"Falsche Diskussion zum ganz falschen Zeitpunkt" - Kritik an Faymann wegen EU-Kommissar

Wien (APA) - Der ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament und ehemalige Innenminister Ernst Strasser hält nichts vom Vorschlag des SPÖ-Bundesgeschäftsführers Günther Kräuter, Asylwerbern einen leichteren Zugang zu Arbeit und Bildung zu ermöglichen. "Das ist die falsche Diskussion zum ganz falschen Zeitpunkt", sagte er im Gespräch mit der APA. Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise dürfe man nicht den Arbeitsmarkt zusätzlich belasten.

"Die Situation am Arbeitsmarkt und die Prognosen sind alles andere als gut", begründete Strasser seine Haltung. Und: "Es gibt jetzt schon Möglichkeiten für Asylwerber, zu arbeiten." Nun müsse man sich überlegen, wie man die derzeitigen Möglichkeiten organisiert und optimiert. Die Bedingungen zu einem späteren Zeitpunkt zu ändern, kann sich Strasser aber vorstellen. "Das hängt davon ab, wie die Entwicklung verläuft."

Abermals äußerte sich Strasser zur Frage des nächsten österreichischen EU-Kommissars und warf Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) in dieser Sache Untätigkeit vor. "Er hat keine Kontakte und Gesprächsmöglichkeiten." Bereits jetzt sollte der Kanzler "gute, vertrauliche Gespräche" mit Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso führen. Stattdessen mache Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) die Arbeit - "wie ich höre, ist er schon ganz gut unterwegs". (APA)

 

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