Minister rechnet mit Verlängerung des Assistenzeinsatzes

30. August 2009, 08:34

Verteidigungsminister weist Behauptungen, wonach das Bundesheer nicht einsatzfähig sei, zurück

Wien - Der Assistenzeinsatz des österreichischen Bundesheers im Osten dürfte über 2009 hinaus verlängert werden. Es ist zwar Sache des Innenministeriums, diesen beim Verteidigungsressort anzufordern, Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) geht allerdings von einer Verlängerung 2010 aus, wie er im APA-Sommerinterview sagte. Immer wieder geäußerte Behauptungen, wonach das Bundesheer nicht einsatzfähig sei, wies Darabos entschieden zurück.

Die Entscheidung über die Fortführung des Assistenzeinsatzes im Burgenland und Niederösterreich liege beim Innenressort, sagte Darabos, "ohne eine heiße Kartoffel" abschieben zu wollen. Er selbst sei jedenfalls zu "100 Prozent" für eine Fortführung. Denn auch die Ergebnisse einer diesbezüglich durchgeführten Evaluierung würden zeigen, dass der Einsatz "sinnvoll" sei. Auch wenn es "da und dort Widerstände" gebe, "sehe ich mehr Vor- als Nachteile". Man sei sich auch "politisch einig", dass die Bundesheerpräsenz im Grenzraum Sinn mache. Die Verlängerung solle aber nicht für einen längeren Zeitraum, sondern weiter in Jahresperioden erfolgen, so Darabos.

Entschieden zurückgewiesen wurde von Darabos Kritik, wonach das Bundesheer vor dem Kollaps stünde. Er wolle nichts beschönigen, dass auf Grund der Krise die Budgetverhandlungen hart gewesen seien und sich auch der Reformprozess leicht verzögere, es störe ihn jedoch "massiv", dass" nicht legitimierte" Personen in der Öffentlichkeit über die Einsatzbereitschaft des Bundesheers diskutieren. In seiner Amtszeit seien schon 520 Mio. Euro investiert worden und weitere 500 Mio. für Investitionen gebunden.

Als "Herausforderungen" nannte er drei Punkte: die Nachfolge der Saab 105, das Update der Hubschrauber und die Anschaffung von Allschutztransportfahrzeugen. Darin aber die "völlige Krise" des Bundesheeres zu sehen, sei "nicht nur übertrieben, sondern auch verantwortungslos", kritisierte Darabos. Der Generalstab sei beauftragt, hier Lösungen zu finden. Das sei aber kein so dringendes Problem, es gebe bis 2011/2012 Zeit. Der Minister will diese Dinge jedenfalls mit dem nächsten Budget klären.

Darabos wies auch die Kritik zurück, wonach die Miliz ausgehungert werde. Mit derartigen Aussagen - der Milizverband sprach kürzlich von einem "Putsch von innen" - "schadet man der Sache mehr, als dass man sie befördert". Die Umstrukturierung sei auf gutem Weg. Jenen "die glauben, sie können dem Kalten Krieg nachtrauern und meinen, es muss viel mehr in der Miliz passieren", richtete Darabos aus, dass dies "nicht meine politische Meinung ist".

 

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Posting 1 bis 25 von 29
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imanitram
 
00

Der Einsatz des Bundesheeres für innerstaatliche Polizeiaufgaben war und ist demokratiepolitisch höchst bedenklich. Polizeidienststellen müssen wenn notwendig geschaffen werden. Militärische Hilfspolizei ist ist demokratiepolitisch brandgefährlich. Schon kommt die nächste Schnapsidee - Militärs als Wachtposten vor Botschaften. Oder Verwaltungsbedienstete als Stadtwache-Hilfssheriffs. Den Urhebern derartiger jedem Verständnis für demokratiepolitisch notwendige Gewaltenteilung entbehrenden Überlegungen ist muß nachdrücklichst widersprochen werden - bevor wir in einem militarisierten Polizeistaat mit rechtlichen Grauzonen und rechtlichen schwarzen Löchern aufwachen. NEIN - bevor es zu spät ist.

jackcastro
11
31.8.2009, 15:28

Ich glaube das sich Darabos einfach die falschen Fragen stellt!
wie zb: Ist die Kriminalitätsrate mit der Bundesheerpräsenz in Ostösterreich zurück gegangen ?
Wie viele heimische Unschuldige Soldaten seit dem Einsatz selbst bzw. gegenseitig umgebracht ? etc..

Ich persönlich finde Darabos mag freundlich sein und das alles aber er hat im Verteidigungsministerium nichts mehr zu suchen!

Martin Rosenkranz, airpower.at
02
31.8.2009, 15:02
Und wann amal der Cpt. Kirk auf die Klingonen trifft...

...wer ma a no den Assistenzeinsatz hobn.....

o Rly?
00
30.8.2009, 15:17
Hat jemand Zahlen dazu wieviele Wehrpflichtige sich jedes Jahr beim Grenzeinsatz selbst umbringen?

bei meiner Einheit damals warens angeblich zwei innerhalb von ca. 2 Monaten Einsatz an der Grenze (kalter Winter)

Paul Dresten
01
30.8.2009, 16:31
Etwa einer, damit liegt die Selbstmordrate bei

Soldaten im Grenzeinsatz weit unter der von Zivilisten in dieser Altersgruppe.

Gernot Ziegler
 
00
30.8.2009, 18:52
Danke für den Vergleich ...

... trotzdem finde ich, dass man die Soldaten dort als billige Zwangsarbeitskraft benutzt, und kein Grenzpolizist solche Arbeitsbedingungen mitmachen würde.

Paul Dresten
00
31.8.2009, 14:37
Das der Einsatz an der Grenze jetzt keinen Sinn mehr macht

da bin ich ganz bei ihnen.

pinguin78
01
30.8.2009, 14:55

er begann, mir mit der ulrichsberg-verhinderung sympathisch zu werden. dieser steuermillionenwahnsinn macht das aber auch schon wieder zunichte.

Generalinspekteur der Gulaschkanonenbrigaden
00
30.8.2009, 15:27

ja klar wenn sogar der dörfler absagt...
da blieb ihm gar nichts anderes mehr übrig,
noch dazu hat er eh vorher schon, so ganz leise, fast um verzeihung bittend, um die öffentliche reaktion auszuloten, gesagt, dass er über ne absage nachdenkt, wenn die kärtner dann aufgeschrien hätten wär gar nix passiert,
also bitte!
meine wampe hat mehr rückgrat als der

der kerl is echt nur einfaltspinseln sympathisch

Herzerzog Johann
15
30.8.2009, 13:29
Das Bundesheer sollte dem Kulturressort zugeordnet werden!

Das Stück, seit Jahrzehnten ein Erfolg:
"Wir spielen eine Armee"
Darsteller: Tausende zwangsverpflichtete Laiendarsteller und freiwillige Pseudoprofis
Regie: Der jeweilige Kriegsminister
Buch: Staatsvertrag 1955
Gegenwärtiger Stand der Vorstellung: untot (Zombie)

Tompkins, Mr. Tompkins
 
11
30.8.2009, 12:12
Was machen die dort eigentlich, ...

... außer Einsatzzulage für das Kaderpersonal rausschlagen?

Muß er seine Offiziere ob des abgesagten Ulrichsbergtreffens beruhigen?

Paul Dresten
00
30.8.2009, 16:34
Wenn er die Offiziere/Unteroffiziere beruhigen wollen würde,

hätte er den Einsatz schon lange abschaffen müssen. Das Kader sch.. auf den Einsatz schon lange!
Darabos macht das nur, um seine Chancen auf den Landeshauptmann nicht zu verbauen.

Acaloth
00
30.8.2009, 12:47

Denen ist das Ulrichsbergtreffen auch völlig egal....

Quantensprung
00
30.8.2009, 11:11

Bekommt er jetzt den "Hirni"? Verdient hätte er ihn mit diesen Aussagen

ceiberweiber.at
00
31.8.2009, 00:10
Immer genug anwärter....

alle stellen sich doch an um den hirni, er wird ja auch viel öfter vergeben als das hirn....er bleibt daher wohl der mit dem hirn :-)

Conan der Knusperkönig
00
30.8.2009, 11:08
Bisher haben etwa 360.000 Soldaten beim

Assistenzeinsatz Grenzraumüberwachung Dienst geschoben (durchschnittliche Mannzahl = 2000). Das Burgenland selber hat etwa 280.000 Einwohner. Die Soldaten sind in den Geschäften dortiger Gemeinden gute Kunden, was der vornehmlichste Grund ist, warum das Land Burgenland und seine Gemeinden den Assistenzeinsatz fordern.

Mit militärischen oder polizeilichen Sicherheitserwägungen hat der Einsatz, der ursprünglich bis Mitte Oktober 1990 dauern sollte, nichts zu tun.

Darabos hat offensichtlich nicht die nötige Standfestigkeit um diese dumme Farce zu beenden.

Ihr Knusperkönig

Generalleutnant Segur-Habakuk
46
30.8.2009, 10:52
omann! was für eine schande

womit haben wir diesen unfähigen tro***l verdient?!
gehen sie mir endlich aus den augen her darabos, ich will sie und ihr debiles pack hier nicht mehr sehen.
sie sind das unfähigste, unpassendste aloch von vert. minister, das mir in meinem leben jemals untergekommen ist, und ich war schon in vielen ländern.
jedesmal wenn ich durch ihre häßliche brille in ihre seelenlosen, geistentleerten augen blicke und mir ihr soziapparatschnik-verleugnungsgefasel anhören muss, kommt mir die galle hoch und ich möchte ihnen am liebsten eine schmieren!
sie sind ohne ehre!
in jeder vernünftigen repuplik hätte man sie längst mit dem nassen fetzen aus ihrem büro geschnalzt.
ich bedaure bloss, dass ich bisher nicht den mut dazu hatte es selber zu tun.

Wladimir Burdajewicz
 
20
30.8.2009, 13:05
@Generalleutnant Segur-Habakuk....

Außer Beleidigungen haben Sie nichts Brauchbares mit ihrem Beitrag gebracht. Was wollten Sie eigentlich zum Thema sagen?. Aha, jetzt wird schwierig.

Conan der Knusperkönig
00
30.8.2009, 11:21
Christian Segur-Cabanac ist Generalleutnant?

Das Bundesheer hat's nicht leicht...

Ihr Knusperkönig

Martin Rosenkranz, airpower.at
00
31.8.2009, 15:24
Christian Segur-Cabanac ist Generalleutnant? Das Bundesheer hat's nicht leicht...

Najo - kunnt ärger kommen.

Stellns ihnen amal vor de hättaten an linken Zivi als Chef....


00
30.8.2009, 10:12
Assistenzeinsatz

Assistenzeinsatzes mitten in der EU. Welche Grenzen sollen denn geschützt werden?

Acaloth
23
30.8.2009, 09:14

Klar das ein Zivildiener nicht erkennt ob ein Heer einsatzfähig ist oder nicht.....

Poldi Fesch
00
30.8.2009, 10:57
ich mag den Darabos

sicher nicht, aber hier luegt er auch nicht mehr, als alle anderen vor ihm. Selbst die behauptete Notwendigkeit des Asistenzeinsatzes hat er nicht erfunden.

Acaloth
00
31.8.2009, 00:07

Ich unterstelle ihm nicht das er lügt, ich denke nur das er nicht weiss wovon er spricht.

Poldi Fesch
00
31.8.2009, 00:15
so deppert

kann man nicht sein :)

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