Infineon will alle Managergehälter auf den Prüfstand stellen

29. August 2009, 18:39
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Aufsichtsrat kommt im November zu einer Sondersitzung zusammen

Der deutsche Halbleiterkonzern Infineon will die Bezahlung ehemaliger und aktueller Vorstandsmitglieder auf den Prüfstand stellen. "Ende November wird der Aufsichtsrat zu einer Sondersitzung zusammenkommen, um über die Gehälter des Vorstands insgesamt zu reden", sagte Aufsichtsratschef Max Dietrich Kley der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagsausgabe). "Im Rahmen des geltenden Rechts sind wir aufgefordert zu handeln." Seiner Einschätzung nach werden andere Unternehmen dem Beispiel in den kommenden zwei bis drei Monaten folgen.

"Das ist kein Tadel"

Zuvor hatten Zeitungen berichtet, das Unternehmen wolle dem ehemaligen Infineon-Chef Wolfgang Ziebart seine Pension deutlich kürzen. "Das ist kein Tadel an Herrn Ziebart", betonte Kley. Doch habe sich die wirtschaftliche Situation in den vergangenen Jahren verschlechtert. Ziebart hatte vor gut einem Jahr nach massiver Kritik aus dem Aufsichtsrat seinen Hut genommen.

Seit wenigen Wochen gilt eine Änderung der Vergütungsvorschriften für Manager. Demnach können deren Bezüge auch nach dem Abschied noch drei Jahre lang gekürzt werden, wenn es dem Unternehmen wirtschaftlich schlechter geht. (APA/Reuters)

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