35-jähriger Deutscher beim Canyoning ertrunken

29. August 2009, 18:21
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Rutschte in Ache ab und tauchte nicht mehr auf

Bregenz - Ein 35-jähriger Deutscher ist am Samstagnachmittag beim Canyoning in Dornbirn-Ebnit ums Leben gekommen. Der Mann war gemeinsam mit vier Freunden im Rahmen einer privaten Canyoning-Tour im Bereich der Kobelach unterwegs, wo er aus rund eineinhalb Meter Höhe in den Fluss rutschte, unter Wasser gedrückt wurde und nicht mehr auftauchte. Laut Polizei konnten die vier Begleiter den 35-Jährigen zwar bergen, die durchgeführten Wiederbelebungsversuche blieben aber erfolglos.

Turbulenter Wassertopf

Der Unfall ereignete sich laut Polizei gegen 13.30 Uhr an einer Engstelle vor der Ammansbrücke. Je nach Wasserstand kann man dort aus eineinhalb Meter Höhe in einen sogenannten Wassertopf hineinspringen, abrutschen oder sich abseilen. Der 35-Jährige wollte diese Stelle als Erster bewältigen und rutschte in den derzeit "recht turbulenten" Wassertopf, wie es bei der Polizei hieß. In der Ache wurde der Mann offenbar von der Wasserwalze erfasst und unter die Wasseroberfläche gedrückt.

Die vier Deutschen wollten ihrem Freund sofort zu Hilfe eilen, mussten sich aber erst abseilen. Unten angekommen tauchte einer aus dem Quartett - an einem Seil festgebunden - nach dem Verunglückten. Nach Einschätzung der Polizei dürften etwa fünf bis zehn Minuten vergangen sein, bis der 35-Jährige geborgen und auf eine Kiesbank gezogen werden konnte.

Die Freunde begannen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen und alarmierten gleichzeitig die Rettungskräfte. Diese mussten mit dem Auto an die Unglücksstelle gelangen, weil eine Landung mit dem Helikopter dort nicht möglich ist. Zwar wurden die Reanimationsbemühungen von den Rettungskräften noch fortgesetzt, doch blieben sie ohne Wirkung. Die vier Begleiter des 35-Jährigen wurden vom Kriseninterventionsteam betreut. (APA)

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