BND legt Vorschlag für Freilassung Shalits vor

29. August 2009, 17:38
2 Postings

Im Austausch gegen 450 Palästinenser

Berlin - Der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) hat nach einem Magazinbericht in den Verhandlungen um die Freilassung des israelischen Soldaten Gilad Shalit einen konkreten Vorschlag gemacht. Demnach soll Israel im Austausch für den 2006 entführten Soldaten 450 Palästinenser freilassen, berichtete "Der Spiegel" am Samstag im Voraus.

Danach solle die israelische Regierung weitere Palästinenser aus Gefängnissen entlassen. Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu beharre darauf, dass dies als humanitäre Geste ohne Zeitdruck geschehe. Ein Sprecher der deutschen Bundesregierung wollte den Bericht nicht kommentieren.

Der "Spiegel" berichtete, die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas habe bis Anfang September Zeit, auf den Vorschlag zu reagieren. Der deutsche Vermittler sei auf ausdrückliche Bitte der israelischen Regierung aktiv und pendele seit Mitte Juli zwischen den Konfliktparteien.

Vor kurzem hatte ein Hamas-Funktionär die deutsche Beteiligung an den Bemühungen zur Befreiung Shalits bestätigt. Die Verhandlungen zur Freilassung des im Juni 2006 an der Grenze zum Gaza-Streifen entführten Shalit werden unter Vermittlung Ägyptens geführt. (APA/Reuters)

Share if you care.