Werftarbeiter campieren vor Privathaus des Premiers

28. August 2009, 22:46
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Protest gegen dreihundert Kündigungen auf der Danziger Werft

Warschau - Gewerkschafter aus der Danziger Werft wollen den polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk mit einer spektakulären Protestaktion auf die schwierige Lage ihres Betriebes hinweisen. Rund 50 Werftarbeiter schlugen am Freitag vor Tusks Wohnhaus im Ostsee-Kurort Zoppot mehrere Zelte auf. Sie wollen dort bis Sonntagabend campieren. Der Protest der Werksorganisation der Gewerkschaft "Solidarnosc" richtet sich gegen drohende Entlassungen beim vor einem Jahr privatisierten Schiffsbauer.

Gefordert wurden hohe Abfertigungen für die Betroffenen. Die Arbeit sollen 300 von derzeit mehr als 2.000 Beschäftigten verlieren. Die Europäische Kommission hatte vor einem Monat dem Sanierungsplan der Werft zugestimmt. Der Betrieb muss Kapazitäten abbauen.

Wegen der Taufe eines Enkelkindes hat Tusk mit seiner Familie Zoppot noch vor Beginn des Protestes verlassen. Polens Präsident Lech Kaczynski kritisierte die Aktion. Proteste seien erlaubt, manchmal sogar notwendig, aber nicht vor der privaten Wohnung, sagte das Staatsoberhaupt. (APA/dpa)

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