IAEO: Zusammenarbeit Teherans reicht noch nicht

28. August 2009, 22:37
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Bericht an Sicherheitsrat - Urananreicherung in Natanz gedrosselt

Wien - Der Iran arbeitet bei seinem umstrittenen Nuklearprogramm noch nicht ausreichend mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA/IAEO) zusammen. Dies geht aus einem Bericht der UN-Organisation in Wien hervor, den IAEA-Chef Mohammed el-Baradei am Freitag an den Weltsicherheitsrat übermittelte.

Bei den offenen Fragen geht es um fehlende Informationen zu Waffenprojekten, die der Iran in der Vergangenheit vorangetrieben hatte und die im Zusammenhang mit Atomwaffen stehen könnten. Die IAEA habe den Iran wiederholt informiert, dass das Land "das Wesentliche in diesen Fragen noch nicht angemessen behandelt" habe, schreibt El Baradei in dem Bericht.

Bei der umstrittenen Urananreicherungsanlage in Natanz zeigte sich das Regime jedoch offener: Dort hat die Regierung in Teheran den IAEA-Inspekteuren eine bessere Überwachung ermöglicht und ihre Urananreicherung verlangsamt. Zudem sei den Kontrolleuren ein Besuch eines im Bau befindlichen Reaktors erlaubt worden.

In weiten Teilen der Welt wird befürchtet, dass der Iran unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomkraft heimlich am Bau einer Atombombe arbeitet. Die Regierung in Teheran hatte das stets bestritten und beteuert, ihr Atomprogramm habe lediglich zivilen Charakter. (APA/dpa)

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