Finanzielles Fair Play der Vereine

28. August 2009, 19:46
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Clubs müssen ab 2012 Bilanzen über gewissen Zeitraum ausgleichen

Monte Carlo - Die Europäische Fußball-Union UEFA will ab der Saison 2012/2013 finanzielle Chancengleichheit zwischen den großen Vereinen gewährleisten. Ein entsprechendes Konzept soll am 14./15. September das UEFA-Exekutivkomitee in Nyon verabschieden, schlug am Freitag in Monte Carlo der Strategische Beirat für Berufsfußball (PFSC) vor. Der PFSC setzt sich aus Vertretern der europäischen Profiligen, der Spieler (FIFPro Europa), der Clubs (ECA) und den Vizepräsidenten der UEFA zusammen.

Um finanzielle Fairness in Europa zu erreichen, will die UEFA eine Reihe von Maßnahmen ergreifen: Clubs, deren Umsatz über einen noch zu bestimmenden Grenzwert liegt, sind verpflichtet, über einen gewissen Zeitraum ihre Bilanz auszugleichen. Etwa, indem sie nicht mehr ausgeben, als sie einnehmen. Die Vereine werden dazu verpflichtet, ständig über ihre Verbindlichkeiten zu berichten. Diese neuen Vorschriften, die über das aktuelle Clublizenzierungssystem hinausgehen, sollen vom kürzlich gegründeten Finanzkontrollausschuss für Clubs überwacht werden. Darüber hinaus gibt es auch den Vorschlag, die Größe der Spielerkader zu begrenzen.

"Finanzielles Fair Play ist entscheidend, um die Nachhaltigkeit des europäischen Fußballs zu fördern, zudem deckt es sich mit den sportlichen Werten, die wir in Europa haben", erklärte UEFA-Präsident Michel Platini laut einer Pressemitteilung vom Freitag. "Jetzt wurde dieses Prinzip etabliert, was ein entscheidender Durchbruch ist. Jetzt müssen wir alle zusammen in den kommenden Monaten hart arbeiten, um alle wichtigen Details auf den Weg zu bringen."

Karl-Heinz Rummenigge, der Vorsitzende der Europäischen Clubvereinigung, sieht dies als richtigen Weg. "Wir sind uns im Prinzip einig, was die Ziele und den Zeitrahmen angeht, um unseren Fußball zu stärken". Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München hatte wiederholt die mangelnde Chancengleichheit des deutschen Rekordmeisters gegen das Finanzgebaren von Clubs wie Real Madrid oder Chelsea London mit ihren schier unbegrenzten Ausgaben kritisiert. (APA)

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