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Handwerkerbörsen sind ein effizientes Tool. Die Qualität der Betriebe sollte vor Auftragserteilung aber genau überprüft werden.
Mit dem Beginn der Bausaison startet das große Rennen um die billigsten und zuverlässigsten Handwerker. Nach Auskunft der KMU Forschung Austria wurden in den österreichischen Gewerbe- und Handwerksbetrieben allein letztes Jahr rund 68 Milliarden Euro umgesetzt. Etwa die Hälfte aller Aufträge stammt von privaten Bauherren. Bloß wie findet man sich in diesem handwerklichen Dschungel zurecht?
Eine Möglichkeit ist das Internet. 2004 ging in Österreich die erste virtuelle Handwerkerbörse in Betrieb. Während die Registrierung für die handwerklichen Betriebe je nach Anbieter relativ aufwändig ist, stellt sich die Benützung für Privatkunden als einfaches Spiel dar. Wer auf der Suche nach dem passenden Fliesenleger, Anstreicher oder Baumeister ist, kann sich mit einem einfachen Mausklick registrieren lassen und seine Ausschreibung online stellen. Häufig werden auch professionelle Übersiedelungen angefragt.
Je mehr Details, desto besser
"Der Vorteil einer Online-Handwerkerbörse ist, dass der Kunde viel Zeit und viel Rennerei spart", sagt Gerolf Scherr, Geschäftsführer von gutgemacht.at. "Man muss die Anfrage lediglich ins Netz stellen. Ein paar Tage später trudeln in der Regel die ersten Handwerkerangebote herein." Aus Erfahrung empfiehlt Scherr: "Je genauer und detaillierter der Text, desto leichter können die Betriebe darauf reagieren." Bei Bedarf bietet gut gemacht.at auch Hausbesuche an, in deren Rahmen der Ausschreibungstext objektiv aufgesetzt wird. Je nach Aufwand kostet ein solcher Service 100 Euro aufwärts.
Auch Roland Walli, Country Manager Österreich bei MyHam mer.at, bestätigt: "Manche Leute stellen ins Netz, dass sie ihre Wohnung ausmalen lassen wollen. Kein Wort mehr. Und dann wundern sie sich, dass kein einziger Handwerker auf ihre Anfrage reagiert." Wer fix mit einem Anbot rechnen will, der müsse sein Begehren daher mit allen nötigen Infos bezüglich Art und Weise, Größe und Menge sowie genauen Angaben zu Wohnumfeld und Lieferbedingungen ausformulieren.
Bleibt zu klären, wie sich die Seriosität und Qualität eines Betriebes überprüfen lässt. Auf einigen Online-Portalen gibt es bereits eigene Bewertungskriterien, die frühere Kunden mittels Schulnotensystem und Kommentaren gepostet haben. Eine zusätzliche Meinung kann über die Homepage meinbau profi.at eingeholt werden. Rund 350 österreichische Betriebe beziehungsweise solche, die auch hierzulande tätig sind, sind darin erfasst und bewertet.
Gewerbeschein verlangen
Ein nicht unwesentlicher Punkt betrifft die gewerberechtliche Lizenz der Betriebe. "Wir sind zwar eine verhältnismäßig kleine Plattform, aber dafür listen wir ausschließlich handwerkliche Betriebe mit einer entsprechenden aufrechten Befugnis auf", sagt Thomas Huber, Geschäftsführer von eda gobert.at. "Die Sache ist ganz einfach: Ohne Gewerbeschein kein Eintrag." Anders sieht es etwa bei der Online-Börse goldeneshand werk.at aus: "Die Handwerker können bei uns einen Gewerbeschein hinterlegen, wenn sie wollen, aber das ist nicht verpflichtend", erklärt Geschäftsführer Werner Bartke.
Generell gilt: Je umfangreicher die virtuellen Börsen sind, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass auch Pfuscher registriert sind. Zwischen 100 und 700 registrierte Betriebe umfassen die kleineren Portale, auf beachtliche 9500, in Österreich tätige Handwerker bringt es der Marktführer MyHam mer.at. Da die jeweiligen Handwerker ihren Gewerbeschein erst innerhalb von zwei Wochen nach Registrierung nachreichen müssen, gibt es - wie bei einigen anderen Auktionsbörsen auch - die Möglichkeit, dass man immer wieder auf Schwarzarbeiter trifft. Wer kein Risiko eingehen will, sollte vor einer etwaigen Auftragsvergabe daher die Vorlage eines Gewerbescheins und einer Haftpflichtversicherung verlangen. (Wojciech Czaja, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29./30.8.2009)
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Ich hab um das zu vermeiden die Seite meinbauprofi.at ausprobiert, weil da ja die leistungen der Handwerker bewertet sind. Ich hab mir da einfach den bestbewerteten Glaserer in meiner Umgebung ausgesucht, und hab ihm dann auch tatsächlich den Auftrag erteilt. Alles hat super funktioniert und vor allem auch gestimmt, was da stand auf der Seite(z.B. Preis-Leistung). Also für gilt: was hab ich von einem billigen Handwerker wenn die Qualität nicht stimmt?
Probiert die Seite mal aus, ich habs nicht bereut.
www.meinbauprofi.at
die börsen (myhammer) vermitteln nur - machen sich aber im fall dass der handwerker ein betrüger oder unfähig ist nicht die hände schmutzig - man könne ja privat klagen, adresse, daten des "handwerkers" werden nicht bekanntgegeben. man müsste sich also vor arbeitsbeginn selbst die ausweise des arbeiters notieren (solang es keine eingetragene firma ist) und dann privat klagen.
die wird ja bei diestandard so schnell vergeben - warum wird hier, wo ein handwerker mit einem mann gleichgesetzt wird und jede handwerksfrau unterschlagen wird, nicht auch sofort mit einer zitrone reagiert???
"Mit einem Klick zum besten Mann" - also wenn das nicht ganz entgegen dem sinne von diestandard.at ist.
aber wer wird denn schon den eigenen arbeitgeber anpatzen?
Also mir gehen inzwischen Handwerker total auf den Geist. Das Theater, das um diese Tätigkeiten gemacht wird, und der Anspruch der Männer darauf, nur selbst alles wirklich gut machen zu können, es nervt micht echt. Von mir aus können alle Bilder voll schief hängen, wenn ich sie selbst aufhängen darf.
Bei dem Titel fällt mir überigens ganz was anderes ein. Klick.:)
du liebes bisschen...damit auch noch die allerletze bastion der reinen männlichkeit fällt (bierbauch, schmutz allerüberall, rülpsen, ewiglange mittagspausen, depperte erklärungen, parken in allen halte- und parkverboten - , aber hilti, hammer, verdreckte arbeitskleidung und alles schön laut und viele viele steckdosen) ????
...wir leben im jahre 2009 im 21. jahrhundert und da gibt es auch schon handwerkerinnen. hab selber vor ein paar wochen eine elektroinstallateurin in meiner wohunung gehabt, die den auftrag (ohne hilti, weil hilti nicht notwendig) erledigt hat. allerdings rülpste sie nicht, gab keine depperten meldungen von sich, arbeitete angenehm schnell (bin ich von handwerkern sonst nicht gewohnt) und trank mineralwasser. also das nächste mal frag ich extra an, ob sie eine frau im team haben.
Vergabe von Dienstleistungen über die HW-Börsen sind aus miener Sicht nur bei sehr einfachen und überschaubaren Arbeiten zu empfehlen. Sonst sind Streitereien vorprogrammiert!
Die Auswahl des "Bestbieters" auf Basis der Anbote, die nach den üblichen, meist recht laienhaften Arbeitsbeschreibungen in den Börsen erstellt wurden, ist höchst problematisch. Alles was nicht angeführt bzw. vergessen wird, führt idR. zu (in diesem Fall berechtigten) Mehrforderungen - und kann das billige Anbot schnell zu einer teuren Rechnung verwandeln!
ich hab das in einer dieser börsen probiert.
mir wurden zwei angebote angedroht. ja angedroht, denn man erfährt nur von handwerkern, die vollmitglieder sind, wer sie sind. alle anderen angebote sind anonym.
und da gibt es noch die regel, dass man das beste angebot auch annehmen muss.
o.k. die einzige möglichkeit da rauszukommen war, dass ich den account löschte.
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