Bizarres Abwehrverhalten des Rippenmolchs erforscht

28. August 2009, 18:49
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Salamander stößt seine Rippen seitlich durch die Haut nach außen

Wien - Mit rund 30 cm Länge ist der Spanische Rippenmolch einer der größten Salamander überhaupt - und auch der mit dem eigenwilligsten Abwehrverhalten, das der Wiener Biologe Egon Heiss erforscht. Das Tier verbiegt nämlich die Rippen im Inneren seines Rumpfs um bis zu 50 Grad, um sie seitlich durch die Haut nach außen zu stoßen, wie Heiss mit Kollegen im "Journal of Zoology" schreibt.

Zusätzlich zu dieser Waffe, die dem Molch selbst keinen Schaden zufügt, gibt er noch ein giftiges Sekret ab. Die Selbstdurchlöcherung und das Gift scheinen den Salamandern nichts auszumachen, die allgemein für ihre Regenerationsfähigkeit bekannt sind. (tasch/DER STANDARD, Printausgabe, 29./30. 8. 2009)

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    foto: egon heiss
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