Bundesheer-Assistenz

28. August 2009, 18:43
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Das NS-Verharmlosungs- treffen am Kärntner Ulrichsberg wird abgesagt

So, jetzt ist es heraus. Das NS-Verharmlosungstreffen am Kärntner Ulrichsberg wird abgesagt, weil es "ohne den Einsatz des Bundesheeres als Ehrenwache und für betagte Kriegsteilnehmer keinen Sinn mehr macht" (so der Vizepräsident der Ulrichsberggemeinschaft, Ex-SPÖ-Politiker Gallob). Diese kaum getarnte NS-Nostalgieveranstaltung hätte ohne das Heer schon längst nicht mehr funktioniert. Was da jahrelang im Beisein hoher Offiziere, von Politikern aller Couleur und des Bischofs stattfand, war immer schwer einschlägig. Die Reden von LH Haider ("die SS hat Europa gegen den Kommunismus verteidigt" ) grenzten an Wiederbetätigung.

Das alles wirft Fragen auf, wie es mit der Gesinnung weiter Bundesheerkreise steht. Nicht so gut, muss man sagen. Die "Traditionspflege" war, wie liberale Offiziere in Fachartikeln nachgewiesen haben, teilweise an der deutschen Wehrmacht orientiert. Exponierte Personen wie der Wr. Neustädter Militärpfarrer, der kürzlich H.-C. Strache gefirmt hat, geben mehr als Bedenkliches von sich. Verteidigungsminister Darabos hat mit der Absage des BH-Assistenzeinsatzes am Ulrichsberg richtig begonnen. Mehr sollte folgen. (rau/DER STANDARD-Printausgabe, 29./30. August 2009)

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