"Weiblich zu sein gleicht Todesurteil"

29. August 2009, 10:00
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UNICEF-Direktorin verurteilt andauernde sexuelle Gewalt im Kongo - Unicef sucht Spenden für sozialmedizinisches Frauenzentrum "City of Joy"

Wien - Bei einem Treffen mit Vergewaltigungsopfern in der Demokratischen Republik Kongo hat UNICEF-Direktorin Ann M. Veneman erneut die anhaltende sexuelle Gewalt gegen Frauen und Kinder verurteilt. 

Erschütternde Lage für Frauen und Kinder

Die sexuelle Gewalt im Kongo ist international bereits mehrmals angeprangert worden. Anfang August hatte US-Außenministerin Hillary Clinton im Rahmen ihrer Afrika-Reise die kongolesische Regierung aufgefordert, gegen sexuelle Gewalt vorzugehen. Die UNO zeigte sich in der Vergangenheit ebenfalls oft besorgt über die Lage von Frauen und Kindern in dem von Bürgerkriegen erschütterten afrikanischen Land. "Die alleinige Tatsache, dem weiblichen Geschlecht anzugehören, gleicht in vielen Fällen einem Todesurteil. Im Kongo hat die Ausrottung der Frauen System - die Täter töten, vergewaltigen und foltern nach Belieben und werden dafür nicht einmal belangt", hatte Gudrun Berger, Geschäftsführerin von UNICEF Österreich, in einer Aussendung anlässlich des Weltfrauentages am 9. März geklagt.

Frauenzentrum im Aufbau

UNICEF baut nach eigenen Angaben nun die "City of Joy", wo betroffene Frauen und Mädchen neben einer medizinischen und psychologischen Betreuung die Möglichkeit haben, in einer geschützten Atmosphäre einer Ausbildung oder Arbeit nachzugehen. Mit 8 Euro ist die Versorgung eines Mädchens in der "CITY OF JOY" für einen Tag sichergestellt. 10 Euro kostet die psychologische Betreuung eines betroffenen Mädchens im Monat. Um 280 Euro kann ein Frauenforum für 30 Mädchen und Frauen organisiert werden. (APA)

Spendenkonto Unicef "City of Joy"
PSK 15 16 500
BLZ: 60 000
Stichwort: Kinder Kongo

Online Spenden unter www.unicef.at/spenden

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