Mentale Verfassung für Pacult der entscheidende Faktor

28. August 2009, 16:24
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Rapid setzt im Derby auf Europa-League-Euphorie - Coach will auch auswärts die drei Punkte holen

Wien - Österreichs Fußball-Rekordmeister SK Rapid will den Schwung vom Aufstieg in die Europa-League-Gruppenphase ins Wiener Derby am Sonntag auswärts gegen die Austria mitnehmen. Geht es nach Trainer Peter Pacult, dann werden die jüngsten englischen Wochen bei seinen Spielern keine merklichen Spuren hinterlassen haben. "Im Moment ist sicher eine Euphorie da, und bei einem Derby will sowieso jeder spielen", sagte der Wiener.

Große Umstellungen sind nach der Donnerstag-Partie gegen Aston Villa nicht zu erwarten. "Es wird nicht so sein, dass ich durchmische. Wenn eine Mannschaft gefestigt ist, sollte man sie auch so stehen lassen."

Auch wenn sich bei der Austria laut Pacult im Vergleich zur Vorsaison an der Spielkultur wenig geändert hat, so schätzt der Coach den Erzrivalen doch stärker als noch 2008/09 ein. "Der Unterschied ist, dass sie einen Tick schneller nach vorne gehen", meinte der 49-Jährige und vermutete, dass die Austria wegen der Personalsorgen im Angriff "ein bisschen Probleme" bekommen könnte.

Einen Favoriten im Duell im Stadion gibt es für Pacult nicht. "Der einzige Vorteil für die Austria ist, dass sie im Heimstadion spielt. Man wird sehen, wie wir unsere späte Rückkehr um vier Uhr früh verkraftet haben und wie die Austria die 120 Minuten weggesteckt hat."

Entschieden werde die Partie jedoch weniger auf der körperlichen sondern vielmehr auf der psychischen Ebene. "Das ist eine mentale Geschichte, wer den inneren Schweinehund besser überwinden kann", betonte Pacult, dem ein Remis nach eigenen Angaben zu wenig wäre. "Es gibt immer drei Punkte zu vergeben, und meine Auffassung ist, dass wir immer gewinnen wollen."

Personell kann der Coach fast aus dem Vollen schöpfen. Mit Ausnahme von Milan Jovanovic (Meniskusriss) sind alle Spieler fit, auch die zuletzt rekonvaleszenten Veli Kavlak und Rene Gartler befinden sich auf dem Weg zurück, stehen am Sonntag allerdings noch nicht im Kader. Das in Birmingham erfolgreich eingesetzte 4-5-1-System von Rapid dürfte am Verteilerkreis voraussichtlich nicht zur Anwendung kommen. "Wir haben unsere Grundformation und von der gehen wir nicht ab", deutete Pacult die Rückkehr zum gewohnten 4-4-2 an. (APA)

 

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Peter Pacult hat eine Grundformation.

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