UNICEF-Direktorin verurteilt andauernde sexuelle Gewalt

28. August 2009, 16:15
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Gewalt gegen Frauen und Kinder noch immer auf der Tagesordnung

Wien - Bei einem Treffen mit Vergewaltigungsopfern in der Demokratischen Republik Kongo hat UNICEF-Direktorin Ann M. Veneman die anhaltende sexuelle Gewalt gegen Frauen und Kinder verurteilt. "Sexuelle Gewalt betrifft auch die nächste Generation. Diese Frauen und Kinder müssen für sich selbst sorgen, wenn ihre Familien und Gemeinden sie verstoßen. Es ist entscheidend, in dieser Region für Sicherheit zu sorgen!", betonte die Direktorin in einer Aussendung am Freitag.

Die sexuelle Gewalt im Kongo ist international bereits mehrmals angeprangert worden. Anfang August hatte US-Außenministerin Hillary Clinton im Rahmen ihrer Afrika-Reise die kongolesische Regierung aufgefordert, gegen sexuelle Gewalt vorzugehen. Die UNO zeigte sich in der Vergangenheit ebenfalls oft besorgt über die Lage von Frauen und Kindern in dem von Bürgerkriegen erschütterten afrikanischen Land. "Die alleinige Tatsache, dem weiblichen Geschlecht anzugehören, gleicht in vielen Fällen einem Todesurteil. Im Kongo hat die Ausrottung der Frauen System - die Täter töten, vergewaltigen und foltern nach Belieben und werden dafür nicht einmal belangt", hatte Gudrun Berger, Geschäftsführerin von UNICEF Österreich, in einer Aussendung anlässlich des Weltfrauentages am 9. März geklagt.

UNICEF baut nach eigenen Angaben nun die "CITY OF JOY", wo betroffene Frauen und Mädchen neben einer medizinischen und psychologischen Betreuung die Möglichkeit haben, in einer geschützten Atmosphäre einer Ausbildung oder Arbeit nachzugehen. Mit 8 Euro ist die Versorgung eines Mädchens in der "CITY OF JOY" für einen Tag sichergestellt. 10 Euro kostet die psychologische Betreuung eines betroffenen Mädchens im Monat. Um 280 Euro kann ein Frauenforum für 30 Mädchen und Frauen organisiert werden. (APA)

Spendenkonto: PSK 15 16 500; BLZ: 60 000, Stichwort: Kinder Kongo. Online Spenden unter www.unicef.at/spenden

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