Brasilia will ab 2016 eigene Atom-U-Boote bauen

28. August 2009 16:07

Technologietransfer aus Frankreich macht Rüstungsprojekt möglich

Brasilia - Brasilien will dank Technologietransfer aus Frankreich in den kommenden Jahren mit dem Bau seiner ersten eigenen Atom-U-Boote beginnen. Die U-Boote sollten ab 2016 gebaut und 2021 in Betrieb genommen werden, erklärte der brasilianische Verteidigungsminister Nelson Jobim am Donnerstag in Brasilia.

Als Vorbild sollten französische Atom-U-Boote vom Typ Scorpène dienen. "Brasilien verfügt bereits über die Fähigkeit zum Bau von Atomreaktoren und zur kompletten Urananreicherung", hob Jobim hervor. Der Bau eines U-Bootes mit Atomantrieb sei der nächste Schritt. Bisher produzieren nur die USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich Atom-U-Boote.

Bei einem Besuch des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy im Dezember hatte sich die brasilianische Regierung mit ihm auf die Bestellung von fünf Scorpène-Booten geeinigt. Davon sollen vier von einem binationalen Unternehmen in Brasilien und nur eines in Frankreich gebaut werden. Die Vereinbarung mit einem Gesamtvolumen von 6,7 Milliarden Euro sieht zudem vor, dass beide Länder gemeinsam ein U-Boot mit Atomantrieb bauen.

Die Brasilianer wollen die Entwicklung des Bootes laut Jobim selbst in die Hand nehmen, indem sie das Scorpène nachbauen. Der Vertrag soll am 7. September ratifiziert werden, wenn Sarkozy Brasilien erneut besucht. Dann soll auch der Kauf und Bau in Brasilien von 50 französischen Transporthubschraubern abgesegnet werden.

Die brasilianische Marine muss 3,5 Millionen Quadratmeter heimische Gewässer verteidigen. An der Küste befinden sich zahlreiche bereits genutzte sowie noch zu erschließende Ölquellen. (APA)

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Johannes Morla
 
09.09.2009 08:32
Die Realtiät

Richtig, das unter der Militärdiktatur (Medici etc.) begonnene Atomwaffen-Entwicklungsprogramm wurde eingestellt, de facto schon mit dem Ende der Militärdiktatur, nicht erst 1998.
Die Forschung wurde aber intensiv weiterbetrieben und für die Forschung auch eine Infrastruktur geschaffen, so dass Brasilien heute auf diesem Gebiet viel moderner dasteht als z.B. die Aspiranten Iran, Nordkorea.
Mit u.-a. auch franzöischen Hilfe wurden auch meherere Atomkraftwerke errichtet.
Ich bin überzeugt Brasilien könnte innerhalb eines Jahres die Atombombe besitzen, wenn es wollte und zwar nicht so primitive Formen wie Nordkorea, Pakistan etc. sondern sehr moderne Formen.

Johannes Morla
 
08.09.2009 14:49
Brasilien ist eine Mittelmacht

Daher Brasilien soll (und wird auch )Atombomben und die entsprechenden Trägersysteme besitzen.
Die Trägersystem (balistische Mittelstreckenraketen, welche auch die USA treffen können) besitzt es sogar z.T. schon durch eine Kooperation mit China und Frankreich, nur macht es kein Aufhebens daraus. Es hat auch schon auch schon eigenständig gebaute Satellitten mit eigenen Raketen ins Weltall geschickt, wenn auch noch mangels eines eigenen "Weltraumbahnhofs" von China aus
Wenn man Israel und Großbritannien das Recht auf Atombomben, die beide Staaten seit langem besitzen (!) , zu spricht, dann hat auch Brasilien ein solches Recht.

spiderpig
08.09.2009 18:07
btw:

brasilien besitzt keine trägerrakete mit orbitalfähigkeit, keine ahnung woher sie diesen blödsinn haben....

aber es spiegelt die qualität ihrer beiträge wider.

geprägt von irrationalem hass auf alles was amerikanisch ist, bemitleidenswert eigentlich.

Johannes Morla
 
08.09.2009 22:50
Doch - es stimmt .....

Quelle: "Le Monde", "Le Mond Diplomatique" und auch z.T. Hugo Portisch

Redwraithvienna
08.09.2009 22:36
na ja sie basteln an einer

ist abr inzwischen zwei mal beim start explodiert. Nächster versuch ist 2012.

über china find ich so auf die schnelle nichts aber sie arbeiten mit china zusammen.

Nur Nuklear Waffen werden sich die brasilianer (sollte es nicht einen massiven nationalistischen umschwung geben) vermutlich nicht zulegen. sie haben ihr programm 1998 aufgegeben, und eine neuerliche aufnahme kann ihnen wirtschaftlich nur schaden.

Das wissen das sie A Bomben bauen könnten - das hingegen kann man durchaus auch zum vorteil verwenden.

spiderpig
08.09.2009 18:06
das brasilianische atomwaffenprogramm

wurde mit der unterzeichnung des atomwaffensperrevertrages 1998 beendet.

das wird so bleiben udn ist auch gut so. der südamerikanische kontinent soll und wird kernwaffenfrei bleiben.

da werden auch ihre phantastereien nix ändern dran!

Clemens Schwarz
08.09.2009 07:35
Warum braucht man für 3,5 mill Quadratmeter = 3,5 km2 so einen Aufwand

ist doch auch gut mit einem Ruderboot zu überblicken :-)? Gegen wenn oder was wollen die sich verteidigen? Da will nur jemand wieder mal seinen "Großen" raus hängen lassen und im Hinderung wollen sich wieder mal bereichern. Die Tunfischschwärme gibt es dann auch nicht mehr. Vielleicht gegen Riesenquallen?

drmukti
08.09.2009 23:50
im text falsch

es handelt sich eigentlich um 3,5 millionen km2......

Martin Rosenkranz, airpower.at
01.09.2009 15:43
Seit die Deutschen mit Brenstoffzelle fahren

ist Atomantrieb ein alter Hut - und wird 2021 ein uralter Hut sein.

Viel zu laut das Teil...

mief quirl
10.09.2009 18:21

Na ja, mit Naturumlaufkühlung im unteren Leistungsbereich sind Atomreaktoren auch recht leise. Und er hat den Vorteil bei Bedarf (Absetzen, Ausweichen, Abfangen, Verlegen) höhere kurz und Dauerlaufgeschwindigkeiten zu ermöglichen.
Ein dieselelektrisches U-Boot ist ja eher ein mobiles Hi-Tech Minenfeld, es muss rechtzeitig vor dem Ziel in Position gebracht werden.
Der AIP Antrieb verbessert die Durchhaltefähigkeit weil das verräterische Schnorcheln wegfällt, hat aber nicht die strategische und taktische Mobilität eines "Jagd"-U Boots.

Martin Rosenkranz, airpower.at
10.09.2009 23:27
Strategische Mobilität ?

Mag sein, dass für die Jagd auf Raketenboote ein atomgetriebenes Jagd-U-Boot die richtige Wahl ist - das ist aber eine reine Blue-Water-Geschichte.
Je seichter die Gewässer, je näher die Küste und je "urbaner" die Aufgaben - z.B. ELINT, SIGINT, COMINT, Infiltration - desto überlegener das kleinere Boot.

Und wenn die Deutschen erst IDAS im Betrieb haben, dann haben sie for-the-moment praktisch das einzige unbesiegbare Boot auf dem Planeten.
Die Chancen dass ein luftgestützter U-Boot-Jäger eine brauchbare Ortung zusammenbringt bevor ihn IDAS vom Himmel holt sind praktisch Null.

mief quirl
11.09.2009 14:04

In Szenarien in denen Mobilität eine untergeordnete Rolle spielt ist das neue System sicher die Zukunft.
In bestimmten Rollen ist diese Mobilität aber gefordert.
Es gibt auch Szenarien da muss das Boot unter Zeitdruck in Postition gebracht werden bzw. eine gewisse Dauerlaufgeschwindigkeit aufweisen.

Nicolas Castillo
 
31.08.2009 15:05
irgendwie niedlich diese Brasilianer ...

den Kolumbianern wollen sie keine 600 US Soldaten erlauben, aber mal flott ein paar Atom U Boote aufrüsten. Wer garantiert eigentlich dafür, dass die sich nicht irgendwann mal in die Karibik verirren?

Nicht das da noch mal Großmachtsträume reifen ... davon haben wir genug auf dieser Welt.

GG22
31.08.2009 18:21
Wenn die ALBA- oder UNASUR-Staaten

in Mexiko Stützpunkte errichten, erklären die USA den Krieg.

Brasilien steht nicht dafür Militärdiktaturen in den Nachbarländern zu installieren. Die USA sehr wohl.

Nicolas Castillo
 
01.09.2009 09:14
wer kann dafür garantieren?

das ist ja die entscheidende Frage.

Und mit Verlaub, hier wird, wieder mal mit einem linken Augenzwinkern, mit zweierlei Maß gemessen.

Johannes Morla
 
30.08.2009 18:36

Ich bleibe dabei trotz Anfeindungen hier bleibe ich bein meiner Meinung: Brasilien soll Atombomben und die entsprechenden Trägersysteme besitzenb
Wenn man Israel und Großbritannien das Recht auf Atombomben, die beide Staaten seit langem besitzen (!) , zu spricht, dann hat auch Brasilien ein solches Recht.
Zumal das faschistische Uribe-Kolumbien und die USA (unter Bush) Brasilien mehrmals das Recht auf seine Souverenität im Amazonasgebiet abgesprochen haben (sie sagten mehrmal , Brasilien habe nur ein Recht auf "eingeschränkte Souverenität" im Amazoniasgebiet, weil dort immense Bodenschätze vermutet werden).

spiderpig
08.09.2009 18:03
naja ohne

ihnen jetzt einen vortrag zum internationalen recht zu halten (lesens den atomwaffensperrvertrag UND wer ihn unterzeichnet hat):

was wird denn sein, wenn g.w.bush-intimus lula (ja, die gehen gemeinsam fischen, weils ja sooo gut miteinander auskommen) mal abgewählt wird und ein mini-uribe in brasilien das sagen hat? dann schauns auf einmal blöd aus der wäsche, wenn da auf einmal atombomben vorhanden sind.

das was sie hier propagieren (ohne sie jetzt persönlich anfeinden zu wollen) ist irrsinn, schwachsinn und vollkommen infantil.

dass sie trotzdem ihrem schwarz-weiß geprägtem irrglauben, den sie meinung nennen, weiter anhängen ist mir bewusst, aber dem muss auch widersprochen werden.

erwachsen werden!

tec nine
29.08.2009 16:25
früher oder später -

- wird wieder jemand auf einen roten Knopf drücken und sehr viele Menschen werden sterben

reft
29.08.2009 15:49
3, 5 Millionen Quadratmeter....

...ließen sich wahrscheinlich auch mit ein paar Ruderboten überwachen. Dafür braucht es keine U-Boote.

Johannes Morla
 
30.08.2009 12:37
Qudaratkilometer !!!

Da hat sich der Standard gründlich verschrieben, es müsste Quadratkilometer heißen .....
Aber die Poster hier nahmen diesen Fehler wohl für bare Münze statt sich über diesen Fehler lustig zu machen.

mistvieh666
29.08.2009 21:19

3.5 km2, das ist 1/5 vom woertersee.
kaernten sollte auf diese provokation antworten.
ein flugzeugtraeger am woertersee und man koennte ihn zb nach einem verstorbenen landeshauptmann benennen ...

Malkaye
29.08.2009 13:04
komisch, dass alle meinen chavez sei wahnsinnig geworden

jean ziegler hat schon vor jahren den nagel auf den kopf getroffen. lula wird schon lang nicht mehr von alten idealen geleitet. ob nun aus zwang oder wahn kann ich nicht beurteilen.

Student der Magie
31.08.2009 16:48
hääää?

Lula läßt im ganzen Landesinneren Universitäten bauen, damit die Menschen überall besseren Zugang zur Bildung haben

Er baut das Straßennetz aus und verbessert das Schienennetz

Der Mindestlohn unter Lula hat sich seit seinem Amtsantritt verVIERfacht: wo sonst noch?

SchulPFLICHT ist unter Lula eingeführt worden

Er hat enorme Schulden abgebaut, und gleichzeitig Staatsvermögen aufgebaut: wer sonst noch? (Verhältnis: 160Mrd - 360Mrd+)

Er hat das Sozialsystem verbessert: wer noch?

Er hat sich der Umweltproblematik angenommen und den Umweltschutz verstärkt (zB recyclen)

Seit Lula Präsident ist entwickelt sich der Mittelstand prächtig: wo noch?

Selbst jetzt gibt es noch 5% Wirtschaftswachstum in Brasilien: wo sonst noch?

Malkaye
31.08.2009 22:49
meine informationen habe ich aus jean zieglers "imperium der schande"

ein sehr empfehlenswertes buch.

lula wird sehr hoch gelobt. besser gesagt sein lebensweg. aber es wird auch darauf eingegangen, dass er eines der wichtigsten wahlversprechen, aus angst vor den pressure groups aus den gläubiger ländern, fallengelassen hat, um präsident zu werden. - die annulierung falscher schulden, die durch banditentum und betrug einfach erfunden wurden (von leuten aus der militärdiktatur, die dafür von u.a. schweizer banken geschmiert wurden).

das ist machtpolitik auf kosten des eigenen landes. brasilien bezahlt "schulden" die es nie gemacht hat.

Student der Magie
01.09.2009 13:19
in Ländern wie Südamerika

wo demokratische Strukturen erst vor nicht allzu langer Zeit beginnen konnten zu wachsen müssen sicherlich auch Präsidenten mit - noch - mächtigen Gruppen Kompromisse eingehen.
Was erfundene oder ungerechtfertigte Schulden betrifft: Brasilien musste zur Freiwerdung sämtliche Schulden Portugals an die englische Krone übernehmen, was astronomische waren. Die EU war bis zuletzt nicht bereit auf die dafür anfallenden Zinsen von 50Mrd$ pro Jahr zu verzichten.
Erst als sich dann Lula nicht mehr an die Vorgaben der Weltbank hielt, konnten die Schulden abgebaut werden.

gesamt gesehen hat er sicherlich nicht alles 100% richtig gemacht, was glaube ich insgesamt recht schwierig ist, aber insgesamt doch sehr sehr viel weitergebracht für Brasilien

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