Dell und HP: Gemeinsam gegen Word-Verkaufsverbot

28. August 2009, 15:36
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Die beiden Computerhersteller stehen Microsoft im Kampf gegen eine einstweilige Verfügung bei - Patentstreit könnte Auslieferung verhindern

Vor kurzem gewährte ein texanisches Gericht eine einstweillige Verfügung, die bei ihrer realen Umsetzung Microsoft hart treffen könnte. Aufgrund einer angeblichen Patenverletzung soll der Verkauf von Microsoft Office gestoppt werden. Stichtag ist der 10. Oktober, kein Wunder also, dass Microsoft zwischenzeitlich alles mögliche versucht, um die Umsetzung in letzter Minute doch noch zu Fall zu bringen.

Support

Dabei hat man nun offenbar prominente Unterstützung gefunden: Wie Groklaw berichtet haben sich die beiden Computerhersteller Dell und HP in das Verfahren eingebracht und versuchen die einstweilige Verfügung zu Fall zu bringen. Eine Umsetzung derselben hätte auch auf das eigene Geschäft und das der PartnerInnen äußerst negative Konsequenzen, so die Argumentation. Zusätzlich sei eine solche Maßnahme schlicht auch nicht im öffentlichen Interesse, wie man sich überzeugt zeigt.

Background

Die einstweilige Verfügung ist Teil eines Verfahrens gegen den Softwarekonzern, dass von I4i angestrengt wurde. Darin behauptet das Unternehmen, dass Microsoft wissentlich ein eigenes Patent in Bezug auf die Verarbeitung von XML-Files in seiner Software verletzt. Bereits im Frühjahr wurde Microsoft in dieser Causa zur Zahlung einer Geldstrafe von 200 Millionen Euro verurteilt worden.

Ablauf

Am 23. September soll es nun eine Anhörung in dieser Causa geben, bei der wohl auch entschieden wird, ob Microsoft sein Office-Paket tatsächlich aus den Regalen nehmen muss. (red)

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