Wifo ortet "deutlichen Rückstand" Österreichs

28. August 2009, 14:38
1 Posting

Besonders bei der Bildung, Finanzierung von Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit

Alpbach - Besonders bei der Bildung, Finanzierung von Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit ortet das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) "einen deutlichen Rückstand" Österreichs "gegenüber vergleichbar kleinen Innovationsspitzenreitern" wie Dänemark, Finnland, Schweden und der Schweiz. Es vollziehe sich ein Strukturwandel "hin zu ausbildungsintensiveren Wirtschaftszweigen" in den hoch entwickelten Industrieländern, in Österreich "aber verzögert und langsamer als in den meisten Ländern der EU 15", hieß es anlässlich der Alpbacher Technologiegespräche in einer Aussendung am Freitag. Bessere Rahmenbedingungen für Innovationen würden diesen Prozess beschleunigen.

Schwächen

Eine Analyse der Förderlandschaft liegt mit der vom Infrastruktur- und Wirtschaftsministerium beauftragten Systemevaluierung durch das Wifo und weitere Partner seit Mai vor. Im Zusammenhang mit Österreichs Forschung und Innovationsfähigkeit sei vor allem eine "Anpassung von Strukturen und Prozessen", eine "verbesserte Zusammenarbeit der Akteure" sowie "eine Veränderung der Steuerung, die über die Diskussion einzelner kleiner Detailverbesserungen hinausgeht" notwendig, verwies das Wifo erneut auf Schwächen. Die Forschungspolitik müsse sich "an Visionen und Strategien orientieren". Die Systemevaluierung gilt neben der "Strategie 2020" des Rats für Forschung und Technologieentwicklung (RFT) und dem Forschungsdialog des Wissenschaftsministeriums als Grundlage für die Entwicklung einer Gesamtforschungsstrategie.

Risiken

Risiken für das Innovationssystem stellt laut dem Wifo auch die "weiterhin" hohe Auslandsfinanzierung der Tätigkeiten bei Forschung und Entwicklung (F&E) dar, eine Abwanderung "nur weniger, großer Unternehmen würde die Innovationsaktivitäten erheblich schwächen", hieß es. Schwachpunkte lägen dabei im geringen "Export- und Beschäftigungsanteil wissensintensiver Dienstleistungsbranchen" und der "geringen Zahl innovativer Klein- und Mittelbetriebe". Bessere Rahmenbedingungen könnten die Effektivität etwa von Förderprogrammen "stark steigern". (APA)

Share if you care.