Sturm Graz zieht in den Osten

28. August 2009, 14:15
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Grazer gegen Panathinaikos, Galatasaray und Dinamo Bukarest

Monaco/Graz - Sturm Graz muss bei der Rückkehr auf die große europäische Fußball-Bühne in den Südosten. Die Grazer bekamen am Freitag bei der Auslosung der Gruppenphase der Europa League in der Gruppe F Galatasaray Istanbul, Panathinaikos Athen und Dinamo Bukarest zugelost. Sturm startet am 17. September (19.00 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Dinamo Bukarest, am 1. Oktober (21.05 Uhr) steigt in Istanbul das erste Auswärtsspiel gegen das von Frank Rijkard betreute Galatasaray, in der Vorsaison nur auf Rang fünf, derzeit aber Tabellenführer in der Türkei.

Die Grazer gehen gegen den 17-fachen türkischen, den 18-fachen rumänischen und den 19-fachen griechischen Meister als Außenseiter in die Gruppe, auch wenn kein Club aus einer der Top-Ligen dabei ist. Doch mit dem Erfolg bei Metalist Charkiw hat die junge Sturm-Elf auch viel Selbstvertrauen getankt. "Das sind drei absolut renommierte europäische Clubs, insofern ist die Gruppe sehr sehr schwierig, aber interessant", erklärte Trainer Franco Foda, der aufgrund des Aufstiegs international des Ziel schon erreicht hat.

"Wir wollen ein paar Punkte holen"

"Die Spieler können wieder lernen. Aber auch in dieser Gruppe ist alles möglich, wir wollen ein paar Punkte holen. Galatasaray und Panathinaikos spielen seit Jahren in der Champions League, wenn die nicht attraktiv sind, wer ist es dann. Wir sind auch in Charkiw weitergekommen, deshalb können wir auch da den einen oder anderen Punkt holen. Ich bin auf jeden Fall optimistisch", so Foda.

Für Sturm und Foda sind es Gegner mit schönen Erinnerungen. In der Saison 2000/01 hat Sturm die beste Saison eines österreichischen Clubs in der Champions League gespielt und auf dem Weg zum Gruppensieg Galatasaray bzw. auf dem Weg zu Rang drei in der folgenden Zwischenrunde Panathinaikos hinter sich gelassen. Gegen Galatasaray gab es damals ein 3:0 zu Hause und ein 2:2 auswärts, gegen Panathinaikos einen 2:0- und einen 2:1-Sieg. Damals im Kader: Der heutige Trainer Foda.

Auftakt gegen Dinamo Bukarest

Der Auftakt erfolgt gegen Dinamo Bukarest. Die Rumänen kämpfte sich in einem wilden Qualifikationsduell mit Slovan Liberec in die Gruppenphase. Die Mannschaft des italienischen Trainers Dario Bonetti lag im Heimspiel mit 0:2 zurück, als Fans das Feld stürmten und der österreichische Schiedsrichter Thomas Einwaller die Partie abbrach. Das Spiel wurde mit 0:3 strafverifiziert, Dinamo muss die nächsten zwei Heimspiele vor leeren Rängen austragen und 50.000 Euro Strafe zahlen. Am 3. Dezember gegen Sturm sind Zuschauer aber wieder zugelassen. Auswärts allerdings zeigte Dinamo ein ganz anderes Gesicht. Bukarest gewann mit 3:0 und entschied das Elfmeterschießen für sich.

Präsident Hans Rinner zeigte sich jedenfalls erfreut. Wegen des Erfolgs in der Ukraine, aber auch wegen der Auslosung. "In erster Linie bin ich einmal glücklich und zufrieden, dass wir aufgestiegen sind. Natürlich wäre ein deutscher, englischer oder spanischer Club schön gewesen, aber ich glaube wir können auch in dieser Gruppe den einen oder anderen Sieg einfahren und da ist dann auch einiges möglich und so soll man das auch sehen", meinte der Club-Boss.

Beichler: "Es sind alles starke Mannschaften"

Stürmer Daniel Beichler, mit beiden Toren gegen Charkiw Matchwinner für Sturm in der Qualifikation, hätte "gerne aus dem ersten Topf einen namhafteren Gegner aus England oder Deutschland gehabt". Dennoch: "Es sind alles starke Mannschaften. Für uns ist das sowieso nur ein Bonus, unser Ziel ist schon längst erreicht. Ich glaube jede andere Mannschaft freut sich, dass sie Sturm bekommen hat, aber es ist für uns kein Problem. Uns liegt die Rolle des Underdog und werden einfach mit Freude und Spaß bei der Sache sein", erklärte der Teamspieler.

Bis zum Auftakt in rund drei Wochen steht aber noch die Meisterschaft im Fokus, wie der derzeit verletzte Kapitän Mario Haas betonte. "Es wird ganz schwer, aber wir glauben an uns. Wir konzentrieren uns jetzt aber vor allem auf die Meisterschaft, die Gruppenphase beginnt ja erst am 17. September. Dann werden wir sehen, was passiert." Und dass nicht nur Sturm, sondern auch die anderen Liga-Favoriten nun bis Weihnachten englische Wochen habe, ist auch ganz im Sinne von Präsident Rinner: "Wichtig im Hinblick auf die Meisterschaft ist, dass auch die anderen Vereine weitergekommen sind, sonst wären sie vielleicht in der Meisterschaft davongezogen." (APA)

Termine zur Gruppe F:

17. September, 19.00:
Panathinaikos - Galatasaray
Sturm - Bukarest

1. Oktober, 21.05:
Bukarest - Panathinaikos
Galatasaray - Sturm

22. Oktober, 21.05:
Galatasaray - Bukarest
Panathinaikos - Sturm

5. November, 19.00:
Bukarest - Galatasaray
Sturm - Panathinaikos

3. Dezember, 21.05:
Galatasaray - Panathinaikos
Bukarest - Sturm

16. Dezember, 19.00:
Panathinaikos - Bukarest
Sturm - Galatasaray

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