Heurigenmord: Anklage folgt demnächst

28. August 2009, 12:42
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Einvernahme des Verdächtigen brachte nichts Neues

Nach dem Doppelmord an einem Heurigenwirtsehepaar in Pachfurth am Pfingstmontag ist laut Karl Schober, Leiter der zuständigen Staatsanwaltschaft, in den "nächsten Tagen bis Wochen" mit einer Anklage zu rechnen. Noch seien die Ermittlungen nicht abgeschlossen, da einige Sachverständigengutachten fehlen würden. "Wir warten aber jeden Tag auf Ergebnisse", sagte Schober.

Kurz nachdem die Ermittlungen beendet seien, sei dann auch mit der Anklageerhebung zu rechnen. Da der verdächtige Bulgare nur für einen Zeitraum von sechs Monaten nach Österreich ausgeliefert worden war, herrsche schließlich ein gewisser Zeitdruck. Einvernahmen des 48-Jährigen hätten unterdessen nichts Neues ergeben: "Er hat nichts Wesentliches zur Wahrheitsfindung beigetragen", so Schober.

Nach dem 48-Jährigen war international gefahndet worden. Er wurde wenige Tage nach der Bluttat, bei der auch die aufgrund der Schreie ihrer Eltern zu Hilfe eilende 21-jährige Tochter durch einen Schuss verletzt worden war, in seiner Heimat gefasst und in der Folge u.a. im Beisein niederösterreichischer Kriminalisten befragt. Der Mann, den DNA-Spuren am Tatort belasten, wies jede Schuld von sich. Nach seiner Festnahme wurde er Ende Juli für nach Österreich ausgeliefert. (APA)

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