US-Grenzbeamte durchsuchen weiterhin Laptops von Reisenden

28. August 2009 11:36
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Heimatschutzministerium will so "Pläne Terroraktionen, Kinderpornografie und Verstöße gegen das Urheberrecht" finden

US-Grenzbeamte werden weiterhin Laptops sowie andere elektronische Geräte von Reisenden durchsuchen - und konfiszieren. Ein Vorgehen das dem Heimatschutzministerium heftige Kritik von Bürgerrechtsorganisationen und Reisenden beschert. 

"Terroraktionen, Kinderpornografie und Verstöße gegen das Urheberrecht"

Nun legte das Ministerium neue Richtlinien für die Durchsuchung fest. Laut einem Bericht von Cnet hat sich allerdings wenig geändert. US-Beamte dürfen jederzeit Privat- und Geschäftsgeräte überprüfen und konfiszieren. Konkrete Verdachtsmomente seien dazu nicht notwendig. In einer aktuellen Stellungnahme begründet das Ministerium das Vorgehen damit, dass man „die USA dadurch vor Schaden bewahren will." Durch die Untersuchungen könnten ja „Pläne für Terroraktionen, Kinderpornografie und Verstöße gegen das Urheberrecht" gefunden werden. Allerdings sollen nun Kopien der Daten so rasch wie möglich gelöscht werden, wenn kein Rechtsbruch vorliegt. Bei sensiblen Daten muss ein künftig ein Rechtsanwalt bei der Durchsuchung anwesend sein. Wird ein Gerät länger als fünf Tage "untersucht" - muss ein höhere Beamter dies genehmigen.

46 intensive Untersuchungen

Zwischen 1. Oktober 2008 und 11. August 2009 besuchten 221 Millionen Menschen die USA. Laut Heimatschutzministerium wurden rund 1.000 Laptops durchsucht. 46 wurden genauer unter die Lupe genommen, so das Ministerium.

Kluge Terroristen

Mit den Kontrollen ohne Vorliegen eines konkreten Verdachts versuche das Heimatschutz-Ministerium, die US-Grenze zu einer "verfassungsfreien Zone" zu machen, kritisierte die US-Bürgerrechtsvereinigung American Civil Liberties Union (ACLU) das Vorgehen bereits 2008.  Der Überführung Krimineller nütze das Beschlagnahmen von Laptops nicht: Kein kluger Terrorist werde gefährliche Bilder oder Dokumente auf seinen Computer oder sein Handy laden, sondern solche Daten auf einem Server ablegen, wo sie nach der Einreise in die USA zugänglich wären. Der demokratische Senator Russ Feingold bezeichnete die Kontrollen als "bedenklich" und als "grobe Verletzung der Privatsphäre".

Sicherheitsexperten raten Geschäftsreisenden ihre Daten zu verschlüsseln. (red)

 

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Bericht bei Cnet

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 176
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g_icebear
20.12.2009 12:08
ein Hoch auf die Überwachung

Bürgerrechte? Brauchen wir nicht. Haben ja nichts zu verbergen.
Meinungsfreiheit? Unnötig.
Es lebe die amerikanische Diktatur - dazu wird es bei solchen Methoden nämlich kommen und oppositionelle Kräfte werden gegen die allgegenwärtige Überwachung keine Chance haben.

Noman Peopled
07.09.2009 23:22
Die Deppen

schaffen es regelmäßig, Festplatten mit hochsensiblen Daten auf ebay zu verscherbeln und ich soll die meine Memoiren lesen und Urlaubsphotos ansehen lassen?

Am Anfang (mit den Fingerabdrücken etc) dachte ich ja noch, okay, lass' ihnen den Spaß, mittlerweile denke ich eher, es gibt ja so viele andere schöne Reiseziele ...

eklaTANT
01.09.2009 15:42
crypted disk und landschaftsbilder

Wichtige Daten würde ich niemals via Laptop/MP3-Player/USB-Stick transportieren. Dafür gibt es VPN/SSH und co.

Wenn sie jedoch Zeit haben, empfehle ich eine neue > 500 GB Harddisk, drauf eine beliebige Linuxdistri mit verschlüsselten LVM.

Danach mittels eines Robots Landschaftsbilder aus dem Netz auf die Platte laden. Schon auf Grund der Verschlüsselung ist der Laptop verdächtig und es wird ein sehr langer Tag für den US Beamten alle Bilder durchzuklicken. Schließlich muss ja was brisantes zu finden sein, sonst hättens ja nicht verschlüsselt ;)

zensur passiert
13.09.2009 12:24
na wenn SIE gerne 5 Tage auf dem Flughafen auf Ihr Gerät

warten, bei Verdacht lassen die Sie nämlich gar nicht erst weg.
Ansonsten finde ich wie alle anderen, sinnlose Beschäftigungstheraphie für Grenzschutz, Arbeitsplatzbeschaffung auf Steuerzahlerkosten, ganz dämlich, die DRM Kontrolle im Auftrag der US Unterhaltungsindustrie bezahlt von den Steuerzahlern

Veridad
01.09.2009 14:02
ich bin dafür von jedem Us-Bürger in Schwechat die Fingerabrücke zu nehmen

... und deren Lätopts sine stunde lang einzubehalten. filzen kostet zu viel Zeit. Dann hört sich der Spass in Rekordschnelle auf. Jedem der sich beschwert kann man sagen, "Sir, please do understand, these are the same measures our citicens are subjected to entering your soil"

Never
04.09.2009 09:47

warum nur eine Stunde? ;)

Veridad
04.09.2009 11:03
weil das reicht sich super darüber aufzuregen ...

uns sollen ja keine wirklichen mehrkosten entstehen.

Des is so - und nicht anders..
 
31.08.2009 17:55
eigentlich schon sehr bedenklich....

wenn man mal überlegt, wieviele Postings zu einem 0-8-15 Thema abgegeben werden, und wie wenige Poster sich über diesen hirnverbrandten Schwachslnn der USA'ler aufregen ..

Jährlich kommt ein Überwachungspunkt dazu .. hier mal ein kleiner .. da mal ein kleiner .. wo soll das noch hinführen ?

Wolf_001
 
04.09.2009 10:09
Jährlich kommt ein Überwachungspunkt dazu .. hier mal ein kleiner .. da mal ein kleiner .. wo soll das noch hinführen ?

Ins Gummistiefler Traumland!

georgesoros
03.09.2009 14:54
ja warum denken

sie haben die Amis die Twins gesprengt und 3000 Leute geopfert?
Das war der Grund warum die Flieger da rein mussten um ohne grossen Aufschrei die Menschenrechte zu opfern.
Wer immer noch die offizielle Version glaubt ist schon sehr naiv. Oder gibt es wirklich noch jemanden der Glaubt das ein 102 stöckiges Gebäude wegen einem Flieger einstürzt? Oder ein 40 stöckiges (WTC 7) wegen ein paar Trümmern die es abbekommen hat komplett (Bilderbuch mässig) einstürzt - einfach lächerlich.

Wildcat
31.08.2009 16:09

Wer mit solchen Daten am NB in die USA reist, ist ohnehin selber schuld.

Eine MicroSD im Koffer mitten in der Wäsche finden nicht mal die Amerikaner

M L3
03.09.2009 16:06
Sie können das MicroSD ja noch zur Tarnung einpacken

In etwas C4 oder Haschisch eingewickelt wird sicher kein Grenzbeamter auf die Idee kommen, daß da Daten geschmugelt werden. :-)

B.E.Ellis
 
31.08.2009 12:06

ich befürchte leider, bevor diese Praxis in den US rück gebaut wird, macht dieses Beispiel Schule und Schäuble & Konsorten arbeiten in der EU an ähnlichen "Möglichkeiten", nämlich dass jeder Polizist bei einem Passanten ohne Grund in dessen Laptop herumschnüffeln darf...

der letzte Schritt wird sein, ein Verbot für Türschlosser, damit die Polizei jederzeit in Wohnungen und Häuser hineinkann ...

solandre
 
31.08.2009 13:10

hat die polizeii nicht schon längst generalschlüssel für alle möglichen schlösser?

Nessus
31.08.2009 16:28
Jo, einen 20-Kg-Vorschlaghammer

Fast jede Tür ist da in Sekundenbruchteilen offen. Anzunehmen, dass die sich mit Schlössern abgeben, ist eher naiv

Jakob der Schwitzer
01.09.2009 16:02
ja... auf machts der Hammer

Zu machts dann die Feuerwehr...

B.E.Ellis
 
31.08.2009 14:34
?

Höchstens für die Haupteingangstür bei Wohnungen mit mehreren Parteien, genauso wie die Post.
Aber für private Häuser und Wohnungen?!
Nicht das ich wüsste, aber wenn es so sein sollte, Gott sei Dank wohne ich nicht mehr in Österreich...

Der Boss der Bosse
31.08.2009 11:42
Wann reagiert endlich die EU mit adäquaten Gegenmaßnahmen, damit endlich

auch US-Bürger ausspioniert werden?
Ich hoffe, dass die neue EU-Kommission hier aktiv wird. So geht es nicht mehr weiter. Reziproke Maßnahmen sind längst überfällig.
Ich jedenfalls werde EU-Abgeordnete mit dieser Frage befassen, damit sie schon bei der Anhörung der neuen Kommissare diese Frage anschneiden.

Andreas Haunholter
 
31.08.2009 11:13
ich hätte nie gedacht, dass es diesen artikel auch in englisch gibt

http://en.wikipedia.org/wiki/Privacy

aber wahrscheinlich gilt das nur für alle anderen außer den USA

Nessus
31.08.2009 10:57
"Daten verschlüsseln", na das ist aber ein guter Tipp!?

Wenn wer auf ein paar Tage Untersuchungshaft steht, dann sollte er ihn befolgen - gibts noch was Verdächtigeres als verschlüsselte Daten? Und in GB wird das Nichtherausgeben des Passwortes jetzt schon bestraft.

Monopoly mit Hut
31.08.2009 08:11
Untersuchungen

"Durch die Untersuchungen könnten ja „Pläne für Terroraktionen, Kinderpornografie und Verstöße gegen das Urheberrecht" gefunden werden."

Die US-Beamten müssen ja spitzenmäßig ausgebildet sein, dass sie solche Dinge erkennen können. Die Pläne für Terroraktionen lass ich mir ja einreden. Echte Terroristen haben die aber wahrscheinlich nicht unverschlüsselt auf einem Notebook mit.

Zwischen Kinderpornografie und Aufnahmen der eigenen Kinder ohne Hoserl im eigenen Pool im eigenen Garten zu unterscheiden fällt den Amis aber eher schwer.

Und dass die Beamten die Gesetzeslage bzgl. UrhG von ALLEN Staaten kennen, bezweifle ich ganz. Eine Kopie von urheberrechtl. geschützten Dateien anzufertigen ist NICHT überall verboten.

stolmich
31.08.2009 07:31
als Urlaubsland disqualifiziert,

da urlaube ich lieber in Österreich. Diese Urheberrechter spinnen doch total. Denen gehört jegliches Recht an geistigen Eigentum abgesprochen. Wenn ich etwas produziere, dann sollen die keinen cent erhalten. Denen ist wohl die Privatsphäre wurscht, dann sollen sie auch mein sauer verdientes Urlaubsgeld nicht bekommen. Leute, machts in Österreich Urlaub, damit stärkt ihr eure Landsleute.

Samantha Mulder
30.08.2009 22:57
Was tun?

Grundsätzlich gilt: Keine wichtigen, und keine ungesicherten Daten auf dem Laptop mitnehmen, schon gar nicht auf ihrem Firmenrechner. Die Durchsuchungen dienen oft der Industriespionage, d.h. die Infos werden ihren amerikanischen Konkurrenten weitergegeben.

Vermutlich ist es möglich, die auszutricksten, indem man die Daten auf einem originell geformten USB-Stick transportiert, oder auf einem verschlüsselten Server ablegt, aber mit wichtigen Dingen wäre ich trotzdem vorsichtig. Was angeblich funktionieren soll ist folgendes: Sie schicken Daten, die Sie unbedingt brauchen, per CD und Snail Mail an eine amerikanische Privatadresse. In den USA gilt nämlich das Briefgeheimnis, Briefe dürfen die nicht so einfach aufmachen, ohne Richter.

Alex Meinunger
 
30.08.2009 20:51

Mal ganz blöde Frage: was ist, wenn ich vom Laptop vor der Einreise so richtig nachhaltig alle in Frage kommenden Daten runterlösche und das alles auf eine externe HDD spiele, die ich in den Koffer stecke? Oder untersuchen die von den "auserwählten" das Koffergepäck auch nach möglichen Datenspeichern?

Samantha Mulder
30.08.2009 22:43

Theoretisch können die das auch, es ist aber fraglich, ob das in der Praxis vorkommt.

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